Furtwangen – Bereits bei der 25. Auflage der Antik-Uhrenbörse im Vorjahr hatte sich ein deutlicher Aufwärtstrend abgezeichnet.
Zur Freude der Organisatoren war das Interesse sowohl von Ausstellern wie Käufern, aber auch Besuchern groß, die einfach einmal hineinschnuppern wollten in die Welt der filigranen Kunst der Uhrmacher vergangener Generationen.
Bei einem Pressegespräch am Rande der Veranstaltung zeigte sich Jacques Barthillat als Vertreter des ausrichtenden Vereins „Uhr und Kultur“ dann auch sehr zufrieden mit der Veranstaltung, die den Organisatoren wieder einiges abverlangt hatte: Rund 120 Aussteller drängten sich in den Fluren der gastgebenden Hochschule Furtwangen, auf diese Zahl haben die Organisatoren die Stände begrenzt. Bereits lange vor der Eröffnung waren alle Plätze vergeben. „Wir haben fast genau die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht“, meinte Jacques Barthillat. Die Größe der Veranstaltung sei wohl auch mit zusätzlichem Werbeaufwand nicht mehr zu steigern. „Wir sind im Segment der Antik- und Großuhren mit Abstand die größte Veranstaltung in Europa“, freut sich der Ausrichter.
Das Publikum von Uhrenbörse und dem gleichzeitig stattfindenden Furtwanger Trödlermarkt unterscheide sich doch recht stark, kämen die meisten Besucher doch gezielt wegen der Uhren. Und noch einen Aspekt gebe es zu bedenken: Aus Gesprächen wissen die Veranstalter, dass viele der Aussteller die Präsenz bei der Uhrenbörse mit einem Urlaub in der Region verbinden. Das Internet sei im Übrigen keine Konkurrenz für Veranstaltungen dieser Art: „In den Internettauschbörsen tummeln sich Schnäppchenjäger, Uhrenfreunde sind Experten“, so Barthillat.
Ein interessantes Detail am Rande birgt für den Ausrichter einiges an Potenzial: Der renommierte Uhrenspezialist Bernd Deckert aus Düsseldorf betreute während der gesamten Veranstaltung einen Gast mit Einkaufsvollmacht aus der Volksrepublik China. „Gar nicht auszudenken, was daraus werden könnte bei der Vielzahl möglicher Interessenten“. Das früher immer wieder störende Problem der Schwarzhändler im Umfeld der Ausstellungsräume sei dieses Jahr kein Problem gewesen. Dies nicht zuletzt, so Mitorganisator Herbert Dold, weil man mit der neuen Security-Firma einen sehr effizienten, diskreten Partner gefunden habe. Auch Diebstähle seien bis zu diesem Zeitpunkt keine bekannt geworden. Dies ist umso bemerkenswerter, als doch große Sachwerte zum Angebot bereit stehen. Das teuerste Stück war eine Großuhr, für die der Anbieter 175 000 Euro haben wollte. Und tatsächlich gebe es auch einen Interessenten, so zumindest der Stand kurz vor dem Ende der Börse. Gut angekommen sei auch die Tatsache, dass zum zweiten Mal nach der Jubiläumsveranstaltung letztes Jahr die Eintrittskarte zur Uhrenbörse zum freien Eintritt ins Uhrenmuseum berechtigte.
Großen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatten wieder die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Neben einem Team von rund 15 Kräften des Vereins „Uhr und Kultur“ sind vor allem der Schwarzwaldverein Gütenbach, der die Bewirtung übernommen hatte, und das Aufbauteam der Skizunft Brend zu nennen.
Info: Entwicklung der Uhrenbörse