Furtwangen -
Der Handel lief schon auf vollen Touren, als Bürgermeister Josef Herdner mit dem Bieranstich den Trödlermarkt mit Stadtfest offiziell eröffnete. Wer besondere Schnäppchen sucht, schaut den Händlern möglichst schon beim Auspacken auf die Finger.
Musik gehört zum Trödlermarkt, zwischen Marktständen und Vereinszelten erfreuen die Bläser ihre Zuhörer.
Gäste aus einem anderen Zeitalter ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, die Familie Birk in Kleidern, wie sie vor 150 Jahren in Mode waren.
Bild: Hajek
In bester Laune plaudern die Stadträte Thomas Biehler, Wolfgang Kern und Manfred Kühne mit Petra Herdner.
Familienausflug: Trödlermarkt und Stadtfest sind für groß und klein attraktiv.
Kaufen oder lieber nicht? Das Angebot beim Trödlermarkt ist verlockend.
Die Stadtkapelle schuf gleich zu Beginn auf dem Marktplatz und dann beim Hexenstand die richtige Feststimmung mit dem Badnerlied und anderen flotten Weisen. Auf den Badischen Umzug hatte man verzichtet, nachdem die Beteiligung in den vergangenen Jahren immer magerer geworden war.
Der 40. Furtwanger Trödlermarkt erwies sich einmal mehr als Magnet für Besucher aus nah und fern und als Treffpunkt für Furtwanger, die schon seit Jahren andernorts leben. Wie zum Beispiel jenes Paar, das sich längst in Ulm etabliert hat, aber aus alter Freundschaft alljährlich das Rotkreuz-Helferteam beim Trödlermarkt verstärkt.
Wer am Samstag durch die Straßen ging, machte so manche Lücke zwischen den Ständen aus. Der Dauerregen am Freitag veranlasste fast ein Drittel der von auswärts angemeldeten Händler, ihre Waren und Standutensilien gar nicht einzupacken. Wider Erwarten blieb es am Samstag trocken, zeitweise schaute sogar die Sonne hervor, richtig schönes Festwetter lockte zahlreiche Besucher in die Furtwanger Innenstadt. Das Angebot war bunt wie immer: Lesefutter für jeden Geschmack, Geschirr für wenige Cent oder kostbare Antiquitäten, Kinderspielzeug und Dekoratives für Haus und Garten, Möbel und Werkzeuge, Bekleidung für jeden Geldbeutel, vieles fand neue Besitzer. Gut 300 Stände waren aufgebaut.
Auch dieses Mal machte der Mix aus Verkaufsständen und Unterhaltung den besonderen Reiz des Stadtfestes in Furtwangen aus. Auf dem ganzen Marktgelände waren Künstler unterwegs, bauten sich hier und da auf, scharten das Publikum um sich. Die zauberhaften Darbietungen von Dr. Musikus begeisterten große und kleine Leute. Musik in allen Varianten, von Blas- bis Popmusik, war zu hören. Von staunenden Zuschauern umringt war Andreas Wehrle, der für seine Hypnose stets Freiwillige fand. Sie ließen sich in andere Welten versenken, unberührt von Lärm und Musik um sie herum.
„Fass sie ruhig mal an“, ermutigte Schlangentänzerin Persia einige Kinder und ganz Mutige trauten sich dem Reptil über den Rücken zu streichen. Zum Ausruhen und Stärken luden fast 30 Vereine mit leckeren Spezialitäten ein. Eine Frühschicht legte das Schwarzwald-Harmonika-Orchester ein, das Frühstück ab 6.30 Uhr war sehr begehrt. Die Händler hatten schon abgebaut, als ein heftiger Regenguss dem Fest vorzeitig ein Ende zu machen schien. Doch der Regen ließ nach und die Besucher strömten in die Vereinszelte.