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Furtwangen Tolles Hof-Erlebnis für die Klinik-Gäste

160 Patienten auf dem Unterfallengrund. Seit 15 Jahren hautnah am Faller-Geschehen dran.

Zu Gast auf dem Unterfallengrund, dem Bauernhof der Fernsehserie „Die Fallers“, waren die Patienten der Nachsorgeklinik VS-Tannheim. Einmal im Jahr kommt die Klinik auf den Hof, für die Patienten die Gelegenheit, einmal einen Schwarzwälder Bauernhof näher kennen zu lernen und gleichzeitig die Kulisse für eine Fernsehserie. Dieses Mal fand der Besuch aber ohne die Schauspieler der Serie und die damit verbundene beliebte Autogrammstunde statt.

Seit rund 15 Jahren kommen die Familien der Tannheimer Klinik einmal im Jahr nach Neukirch. Für sie ist es ein abwechslungsreicher Ausflug in den Schwarzwald. Gerade für Stadt-Kinder sei es ein besonderes Erlebnis, wenn man vom Brend über den Günterfelsen zur Martinskapelle wandert, so Klinikleiter Roland Wehrle. Für Erstaunen sorgt dabei nicht zuletzt auch die kleine Quelle am Donau-Ursprung, die sich dann später zu dem riesigen Strom entwickelt. Und schließlich gilt der Besuch einem typischen Schwarzwälder Hof, dem Unterfallengrund in Neukirch.

Dabei waren es in diesem Jahr so viele Teilnehmer wie schon lange nicht mehr, kaum jemand war in der Klinik zurückgeblieben. 160 Patienten und etwa 25 Mitarbeiter der Klinik waren mit den vier Reisebussen und einem großen Tross unterwegs. Klinikleiter Roland Wehrle bedauerte es dabei sehr, dass die Fernseh-Bauern aus der Fernsehserie an diesem Nachmittag nicht anwesend sein konnten. Sie hatten sich für den Tag zuvor entsprechend frei genommen, doch die Fahrt musste dann wegen des schlechten Wetters um einen Tag verschoben werden. Und am Mittwoch waren die Schauspieler wieder voll in den Dreharbeiten engagiert.

Wehrle stellte aber auf jeden Fall die „echten“ Bauern vom Unterfallengrund vor: Agnes und Felix Löffler. Ihnen galt auch sein Dank, da sie schon seit Jahren diesen besonderen Tag ermöglichen. Für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgte der Furtwanger „Rolf Royce“ alias Rolf Langenbach.

Als neues Angebot konnten sich die Kinder die unterschiedlichsten Luftballon-Figuren gestalten lassen, von der roten Rose über den Dackel an der Leine bis zur großen Krake. Zum Programm des Nachmittags gehört auch immer ein Ballonwettbewerb mit attraktiven Preisen. Der gemeinsame Start von so vielen bunten Luftballons ist immer ein Spektakel. Ob die Teilnehmer an dieser Schwarzwald-Fahrt auch aufmerksam genug waren, wurde dann bei den Kindern mit einem Quiz mit attraktiven Preisen abgefragt.

Die Küche der Klinik hatte sich mit einer großen Mannschaft auf dem Hof eingerichtet und versorgte die Patienten mit Kaffee und Kuchen, viel frischem Obst und später mit einem Abendessen vom Grill, bevor es dann mit den Reisebussen wieder zurück nach Tannheim ging.

Und nicht zuletzt war es für viele der Patienten, gerade aus den großen Städten, ein ganz besonderes Erlebnis, das erste Mal in ihrem Leben auf einem richtigen Bauernhof mit richtigen Tieren zu sein.


Die Nachsorgeklinik

Das die Nachsorgeklinik Tannheim Wirklichkeit werden konnte, ist maßgeblich der im Dezember 1990 gegründeten Klausjürgen-Wussow-Stiftung, der heutigen Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge, zu verdanken. Die Popularität von „Dr. Brinkmann“ aus der „Schwarzwaldklinik“, von Christiane Herzog, des Herzogs von Württemberg sowie anderer Prominenter und die unermüdliche Hilfe der SÜDKURIER-Leser machten und machen die Klinik erst möglich. Allein die Leser dieser Tageszeitung haben mittlerweile mehrere Millionen Euro für die Klinik Tannheim gespendet.

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