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Furtwangen Tischtennisfamilie ermittelt ihre Sieger

27.10.2012
Furtwangen -  In Furtwangen laufen die Deutschen Meisterschaften der Behinderten. Schon zum Start des Tischtennisereignisses gab es für die Tischtennisgemeinschaft Furtwangen-Schönenbach viel Lob.

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Autor
Jens Wursthorn


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Eine große Familie: So verstehen sich die behinderten Tischtennisspieler im Seniorenbereich, die jedes Jahr an wechselnden Orten ihre Meisterschaften austragen. Seit gestern, 14 Uhr, stehen sie in der Sporthalle Oberer Bühl an den 16 Platten. In den Pausen wird zwischen den „Vereinspulks“ auf der Tribüne viel gependelt. Umarmungen, Schulterklopfen, Plaudern, Lachen, man kennt sich. 107 Aktive, davon zwölf Frauen messen sich an zwei Tagen in Doppel-, Mixed- und Einzelwettbewerben verschiedener Schadensklassen. Die Reise in den Süden der Republik mit Schneeoption war offenbar für manche zu weit oder zu riskant. So viele Absagen wie noch nie musste deshalb bei der offiziellen Begrüßung der Turnierleiter Karl-Heinz Flühr konstatieren: 13 an der Zahl. Deshalb musste an beiden Tagen der Zeitplan geändert werden. Von zwei Absagen von Sportlern, die mit dem Wohnmobil anreisen wollten, wusste Mitorganisator Jan Feßler. Auch er betonte den familiären Charakter der Meisterschaft. „Bei der Siegerehrung am Samstagabend reicht ein Alleinunterhalter. Die Leute wollen sich unterhalten.“

Sozialdezernent Jürgen Stach als Vertreter des Landrats zollte den Sportlern hohen Respekt. „Sie bringen hier mit ihren Handicaps Höchstleistungen“. Ein dickes Lob fand er, ebenso wie danach Bürgermeister Josef Herdner, für die immense Arbeit der Tischtennisgemeinschaft Furtwangen-Schönenbach als Organisator und Veranstalter.

Zufriedenheit bekam derweil schon vor dem Start der Veranstaltung Gerhard Fehrenbach bestätigt. Der Furtwanger mehrfache Deutsche Meister hatte starken Einfluss darauf, dass zum zweiten Mal seit 1998 in Furtwangen eine Deutsche Behinderten-Meisterschaft ausgespielt wird. „Und ich bin vom Deutschen Behinderten-Sportbund angefragt worden, ob die Meisterschaften in vier oder fünf Jahren erneut in Furtwangen stattfinden können“, meinte er stolz.

In Furtwangen kämen viele positive Faktoren zusammen: Ein starker Verein als Organisator und der Umstand, dass solche Events im ländlichen Raum besser gestemmt werden können. „Wir werden das im TTG-Vorstand entscheiden“, kommentierte Cheforganisator Michael Rombach gestern diese Info: falls die Anfrage offiziell kommen wird.

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