Der Studiengang „Security & Safety Engineering“ der Hochschule Furtwangen ist immer noch einzigartig in Deutschland. In einem speziellen Seminar übten Studenten jetzt die Rettung aus Rohren und Schächten.
Gemeinsam mit dem Dozenten Stephan Lambotte hatten sich die Studenten aus verschiedenen Semestern in einer Wahlpflichtveranstaltung mit dem Thema Arbeitsschutz beschäftigt. Dabei sollen sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf Situationen vorbereitet werden, die später in ihrem Berufsalltag auftreten könnten.
Wenn die Absolventen später als Sicherheitsingenieur in Industriebetrieben oder anderen Institutionen tätig sein werden, müssen sie aufgrund ihres Wissens sowohl versuchen, Gefahrenpotenziale abzubauen, als auch in einer entsprechenden Notfallsituation schnell und effektiv zu reagieren.
Für Lambotte ist klar: Man dürfe über solche Dinge nicht nur reden, sondern müsse in realen Situationen damit konfrontiert werden. Nur so seien die Studenten später auf entsprechende Situationen vorbereitet. Vor allem bei Unfällen gelte es, in kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen zu fällen.
Schwerpunkt bei diesem Kurs war die richtige Sicherung bei kritischen Arbeiten, beispielsweise in Kanalrohren. Trotz Zeitdruck, beispielsweise bei einer Panne, muss die Sicherheit im Vordergrund stehen. In vielen Betrieben wie etwa in der Chemie-Industrie müssen Mitarbeiter an und in solchen Rohren und Schächten arbeiten. Dabei kann es jederzeit zu einem Unfall kommen. Ebenso kann der Mitarbeiter plötzlich an seinem Arbeitsplatz erkranken. Wie kann nun in einer solchen Situation schnell und effektiv geholfen werden?
Beim Unterricht wurde Stephan Lambotte von Lars Oliver Laschinsky unterstützt, der als Ingenieur in vielen großen Betrieben entsprechende Schulungen anbietet. Weil er die praxisnahe Ausbildung solcher Sicherheitsexperten wichtig findet, unterstützt er immer wieder die Hochschule, indem er sein Wissen und entsprechende Gerätschaften kostenlos zur Verfügung stellt.
Dieses Mal waren es industrieübliche Rohre und Schächte, die vor der Hochschule aufgebaut wurden. Beim vorigen Lehrgang waren die Studenten noch auf Material der Furtwanger Feuerwehr angewiesen. Nach Bezug der Räume und Labore im ehemaligen Krankenhaus steht dem Studiengang jetzt eigenes an eigener Ausrüstungen zur Verfügung.
Die Hochschule Furtwangen (HFU) ist nicht nur die höchst gelegene Hochschule Deutschlands, sie zählt auch in vielen Bereichen zu den Top-Bildungseinrichtungen. Mit acht Fakultäten an den drei Standorten Furtwangen, Villingen-Schwenningen und Tuttlingen bietet die Hochschule Furtwangen ein breites Studienangebot. Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Artikel und Bilder rund um die Hochschule.
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