Furtwangen Studenten sind auf Sendung
20.02.2010
Furtwangen – Dass der „Fufunk“, das Hochschulradio aus Furtwangen, gerade sendet, zeigt im Studio nur ein kleiner roter Pegel, der sich im Rhythmus der Musik bewegt. Es ist Nachmittag. Erst ab 18 Uhr wird die Rockmusik in der Wiedergabeliste durch von den Redakteuren erstellte Radiobeiträge und einen Moderator ergänzt. „On Air“ ist das Campusradio so nun seit etwa zwei Wochen, nachdem die sechs Studenten vor einem knappen Jahr angefangen hatten.
Damals standen die Beschaffung von Finanzmitteln für die gut 10 000 Euro teure Studioeinrichtung und das Know-how, diese zu bedienen, im Vordergrund. Jetzt legen sich die Studenten mächtig ins Zeug, um das sich selbst auferlegte Ziel von täglich vier Radiobeiträgen – von Veranstaltungstipps über Geschehen auf dem Campus bis zu Filmbesprechungen – zu erfüllen. „Das ist zwar viel Arbeit, macht aber auch viel Spaß“, sagt Radiomacher Patrick Schneider, der in Furtwangen im fünften Semester studiert.
Seit dem Sendestart gebe es auch viele positive Rückmeldungen und rund um die Uhr Zuhörer. Eine Spitze von 105 Hörern – ein beachtlicher Wert für ein Campusradio, das ausschließlich über das Internet zu empfangen ist – kam gleich am ersten Abend zustande. Dabei lauschte man sogar in der ganzen Welt über das Internet. Viele Studenten der Hochschule schalteten während ihres Auslandssemesters ein.
So kam am ersten Sendetag auch ein Gespräch über den Internet-Telefondienst Skype aus San Francisco ins Studio. Patrick Schneider ist darauf besonders stolz: „Wir sind das erste Radio, das Anrufe über Skype direkt ins Programm integriert hat.“ Weil die Hörer meistens sowieso vor dem Computer säßen, sei es einfach, im Studio anzurufen und das Programm mitzugestalten. Außerdem sei dabei die Tonqualität sehr viel besser als über die normale Telefonleitung. Wenn jemand also zum Beispiel aus San Francisco anrufe, klinge es, als stünde er direkt neben einem.
So viel Spaß das Radiomachen den Studenten auch bereitet, in der nächsten Zeit, wenn die Prüfungen an der Hochschule beginnen, wird die Zahl der Beiträge erst einmal verringert. Gute Musik bekomme man aber trotzdem zu hören und das Campusradio sei immer wieder Testplattform für neue Musik. Komme diese beim Publikum an, könne man die Lieder ein paar Wochen später auch bei den großen Radiosendern hören.
Im nächsten Semester wird der Radiobetrieb ausgeweitet, das Studio zieht um und bekommt einen zusätzlichen Redaktionsraum, in dem Studenten Beiträge vorbereiten können. Auch Professoren haben Interesse an eigenen Sendungen angemeldet.
Infos im Internet:
