Der Gemeinderat hat die Weichen für den Fortbestand des Schwimmbads gestellt: Nahezu einstimmig sprach er sich dafür aus, die Einrichtung für einen symbolischen Betrag einem noch zu gründenden Trägerverein zu übergeben. Die Modalitäten, insbesondere die Frage anstehender Investitionen und personeller Konsequenzen, müssen noch ausgearbeitet werden. Weitere Gespräche erfolgen mit der Arbeitsgemeinschaft Schwimmbad.
Dabei beträgt der Verkaufspreis ein Euro. Der Trägerverein erhält das Bad mit der Maßgabe, ein Freibad zu betreiben. Die Stadt behält ein Rückkaufsrecht zum selbigen Preis.
„Gehen wir diesen Schritt nicht, müssen wir das Bad 2011 schließen“, sagte Bürgermeister Josef Herdner. Die angestrebte Lösung sei risikolos. Verhandeln könne man nich über die zu gebenden Zuschüsse.
Die Sitzungsvorlage sprach von einem Vierjahresplan. Im ersten Jahr soll die Stadt 60000 Euro zuschießen und den Bademeister stellen. In den nächsten Jahren folgen 60 000 und zweimal 50 000 Euro ohne Bademeister.
Klar war den Räten, dass nur ein eindeutiges Votum die Badübernahme einem künftigen Förderverein schmackhaft macht. Dies fiel auch eindeutig aus. Bis auf Jens Becherer stellten alle Räte dafür, den Verkauf einzuleiten. Damit der Verein nicht, wie Thomas Riesle warnte, „die Katze im Sack kaufen muss“, werden verwaltungsseits erforderliche Investitionen aufgelistet. Mit dieser Liste geht Herdner in die nächsten Gespräche mit der Arbeitsgruppe Schwimmbad. Deren Ergebnisse wiederum werden in den Gemeinderat zurückgespiegelt.
