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Furtwangen Spritzige Tänze und spitze Zungen

13.02.2012
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– Sehr unterhaltsam und bei bester Stimmung ging der Zunftball der Narrenzunft in der fast vollbesetzten Festhalle über die Bühne. Nach dem offiziellen Einzug der Zunft konnte Zunftmeister Christof Winker eine ganze Reihe von besonderen Gästen begrüßen, darunter Pfarrer Paul Demmelmair und (Ex-)Bürgermeister Josef Herdner, der zusätzlich eine ganze Delegation der Nußbacher Narrenzunft zur Verstärkung mitgebracht hatte.Mit von der Partie war auch wieder eine Abteilung der Stadtkapelle, die unter der Leitung von Klaus Zandomeni für Stimmung sorgte.

Dabei ließen es sich die Musiker nicht nehmen, Christof Winker und seine Ansagen musikalisch zu kommentieren. Beispielsweise ein etwas schräger Witz wurde dann mit einem noch schrägeren Tusch beantwortet. Verstärkung bekam die Stadtkapelle in diesem Jahr durch die Showband „Hot & Sweet“ aus Seelbach, die den Saal mit ihrer Stimmungsmusik so richtig einheizten. Auch diese Musik trug sicherlich zu der tollen Stimmung im Saal bei.

Wichtige Unterstützung bekommt die Zunft wie jedes Jahr bei ihrem Zunftball von ihrer Hexengilde. Auch in diesem Jahr sorgte zuerst das Hexenballett mit seinem Bienen-Tanz für Stimmung und noch begeisterter aufgenommen wurde dann das Männerballett der Hexen mit den akrobatischen Gefangenen.

Um die notwendigen Finanzen für den Ball zu erwirtschaften gab es auch gleich dreimal einen Werbeblock für eine bekannte Whisky-Marke. Allerdings hatte spätestens beim dritten Block Uwe Schreiber massive „Probleme“, da er dieses harte Getränk ja bei jeder Demonstration mit Begeisterung „trinken“ musste.

Angesagt hatte sich Bürgermeister Josef Herdner als Akteur, niemand wusste aber was kommt. Der Bürgermeister wollte sich damit für die Kritik von Christof Winker beim Neujahrskonzert der Stadtkapelle revanchieren, dass die Festhalle „sehr mager“ geschmückt sei. Und so trat Josef Herdner nun als Raumausstatter auf. Seine Vorstellungen erläuterte er dann dem Furtwanger Bürgermeister Herdner (dargestellt von Peter Ambs). Die Lösung war eigentlich einfach: Christof Winker sei mit seiner Körperfülle doch die ideale Ergänzung zum mageren Blumenschmuck.

Das Puppentheater der Spättlegruppe nahm dann mit spitzer Zunge das Furtwanger Stadtgeschehen aufs Korn. Leer stehende Geschäfte waren das Thema, der Rentner-Club vom Marktplatz oder die neuen Pächter im Hotel „Ochsen“: auf welchem Weg wird das Essen von der Rössle-Küche künftig in den Ochsen gebracht? Geschäftstüchtig sei auch Schuh-Klausmann, wenn er für die Kinder ein Bobby-Car-Rennen anbietet, bei dem garantiert die Schuhe kaputtgehen.

Den Schlusspunkt bildete die schon beim Ausrufen vorgetragene Proklamation zur Machtübernahme, die aber nun von den Narren mit entsprechenden Fasnetsprüchen beispielsweise zum Dirigenten-Notstand bei der Stadtkapelle ergänzt wurde. Als krönender Abschluss kamen am Ende noch Gäste aus Vöhrenbach: Direkt vom Preismaskenball zog die Prinzengarde in die Furtwanger Festhalle ein und zeigte ihren Avatar-Tanz.

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