Mein

Furtwangen So sieht es die Polizei

17.03.2010
Artikel drucken


Wie geht die Polizei mit dem aktuellen Fall um und wie sieht es in der Nachbarschaft aus:

Alarmierung: Frau Neher hätte auf jeden Fall schon bei der ersten Unstimmigkeit an der Kasse die Polizei anrufen sollen, sagt der Jugendsachbearbeiter des Polizeipostens Furtwangen, Dirk Ebeling. „Bis 18 Uhr sind wir innerhalb von zwei Minuten da.“ Dem Ladenpersonal ist in Verdachtssituatonen nicht erlaubt, Verdächtige zu durchsuchen. Sie dürfen aber festgehalten werden. Wie das eine kleine Frau gegen eine Gruppe Jugendlicher bewerkstelligen soll, musste Ebeling aber offen lassen.

Im Übrigen wurden zwei der beteiligten Jugendlichen angezeigt. Zum einen der junge Mann, der die Filialleiterin am massivsten beleidigt hat und zum anderen der Junge, der die Hose heruntergezogen hat.

Jugendhaus: Die Gruppe Jugendlicher kam nach Ebelings Wissen aus dem Jugendhaus zum Schleckermarkt. Dort, so seine Einschätzung, erführen die Jugendlichen zu wenig Betreuung. Eine Kontrolle oder Sanktionen fänden nicht statt. „Wer Mist gebaut hat, müsste auch mal mit einem zeitweiligen Hausverbot belegt werden“, sagt Ebeling. Zudem schaffe es der Jugendpfleger Clemens Brandstetter nicht, die Cliquen aus der Tiefgarage an das Jugendhaus zu binden. Entscheidend sei dabei nicht der Umgang mit „leichtem Alkohol“. „Warum sollten die Älteren im Jugendhaus nicht ein Bier trinken. Entscheidend ist lediglich, dass auch abends jemand da ist, der sie dazu bringt, Regeln einzuhalten.“

Nachbarschaft: Ebeling widerspricht Nehers Aussage, entlang der Friedrichstraße habe sich aufgrund des Wirkens einer „terrorisierenden Bande“ ein Klima der Angst entwickeln. „Wir haben allensfalls ab und zu Anrufe wegen Ruhestörung“. Allein die durchaus friedliche Zusammenrottung der Jugendlichen in der Umgebung des Jugendhauses errege eventuell ein Bedrohungsgefühl. „Im Sommer wird das eher noch zunehmen“, meinte Ebeling mit Blick auf die Aktionen im Jugendhaus.

Ladendiebstahl: Den Neukaufmarkt als gezieltes Diebstahlziel für ganze Gruppen hält Ebeling für übertrieben. Ladendiebe würden dort zur Anzeige gebracht, wenn ein Täter bekannt sei. In jüngster Zeit gäbe es keine Häufung. Von der Neukaufleitung gab es gestern zu den Vorwürfen, Kassierinnen würden aus Angst untätig bleiben, keine Stellungnahme.

Jens Wursthorn

Furtwangen
Nicht vergessen..
Von unbekannt
"da kommt wenigstens ordentlich Kohle in die Staatskasse und man wird gelobt und befördert"
Die Polizei sieht keine Probleme
Tja wenn ich wo nicht genau hinschaue sehe ich auch nichts und die Welt ist in Ordnung.
einfach nur schön,
daß die Verantwortlichen einschließlich Polizei so
viel Verständnis für die Jugendlichen ...
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung