Furtwangen So ein Ärger!
22.02.2012
So gehören Verkleiden und Schminken gerade an Fasnet zu den Dingen, die so richtig ins Herz gehen. Und so starteten Georg und Ergotherapeutin Nadja Hencke als Fahrerin am Donnerstagabend einen Kleinbus, um im Gasthaus „Lindehof“ mit fünf älteren Menschen aus dem offenen Bereich der Einrichtung einen lustigen Abend zu verbringen. „Die hatten Spaß und niemand schlug über die Stränge. Uns ist sogar eine Gitarre abhanden gekommen“, erinnert sich der Alleinunterhalter, der bei seinen Auftritten als „Schorsch“ firmiert und bis 1.30 Uhr mit Schlagern, Gesang und Karoke auch bei jüngeren Gästen gut ankam.
„Vielleicht habe ich nicht wirklich gut gespielt“, gab sich Georg gestern durchaus selbstkritisch. Entsetzt war er allerdings über seine „Kritik“ am Samstag. Vom „Griff ins Klo“ war im Artikel die Rede und vom „Freigang“ der Ü 80er. Diese Formulierungen enttäuschten ihn maßlos. Zumal er die zu Höhepunkten des Alltags geadelten Ausflüge der Heimbewohner unentgeltlich veranstalte. „Da krieg' ich nur den Bus gestellt“. „Die Senioren haben es verdient, gut behandelt zu werden“, begründet der Pädagoge, der sich derzeit musik- und klangtherapeutisch weiterbildet, warum er für den Lindenhof-Abend seine Freizeit geopfert hat.
Nicht verdient hat dabei auch die Firma S. Siedle, in einen völlig deplatzierten Zusammenhang gerückt zu werden. Dass beim Korrekturlesen im SÜDKURIER-Büro ein S aus dem textlichen Kontext verschwand und einen Sinnzusammenhang mit dunkelsten Zeiten der deutschen Vergangenheit erzeugte, gehört zu einem leider verkorksten Nachbericht einer Fasnetveranstaltung, für den sich die Redaktion aufrichtig entschuldigt. (wur)
