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Furtwangen Probewahl für Schüler der Robert-Gerwig-Schule: Piraten im Parlament

Interessante Ergebnisse brachte die Juniorwahl an der Robert-Gerwig-Schule. So richtig „normal“ war da nur die Wahlbeteiligung.

Auch bei der Furtwangener Jugend ist die CDU ganz vorn. An den beruflichen Gymnasien der Robert-Gerwig-Schule (RGS) fand vor der Bundestagswahl eine Probewahl für die Klassen elf bis 13 statt. Die Jugendlichen gaben in einer simulierten Wahl unter realen Bedingungen ihre Stimmen ab. Mit 40,9 Prozent der Erststimmen und 37,7 Prozent der Zweitstimmen erlangte die CDU den Wahlsieg.

„In der Oberstufe gibt es Schüler, die noch nicht wahlberechtigt sind. Für die ist die Aktion besonders interessant“, sagte Max Paulke, Leiter des Projekts. Der Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer hat die sogenannte „Juniorwahl“ an die RGS geholt. Es handelt sich um ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung mit dem Ziel, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Deutschlandweit können sich Schulen dafür anmelden. So ist es auch an der RGS geschehen. „Durch eine Flyerwerbung bin ich auf das Angebot zur Juniorwahl aufmerksam geworden“, erzählte Paulke. „Wir haben uns dann als Schule angemeldet und die Klasse 12 des Wirtschaftsgymnasiums bekam den Job als Wahlhelfer und den Auftrag, die Wahl zu organisieren.“ Zunächst wurden Wahlbenachrichtigungskarten angelegt, die an alle Schüler der Oberstufe verteilt wurden. Die Ausrüstung wie eine Wahlurne aus Karton und original Stimmzettel, stellte die Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung. Parallel zum Projekt wurde das Thema Bundestagswahl auch im Gemeinschaftskunde-Unterricht behandelt. Die Juniorwahl soll das Thema veranschaulichen.



Zwei Vormittage lang war das Wahllokal an der Schule geöffnet. Von 201 wahlberechtigten Schülern haben sich 142 daran beteiligt. „Das entspricht einer Wahlbeteiligung von circa 70,7 Prozent“, so Paulke. „Fast so hoch wie die bundesweite Wahlbeteiligung am Sonntag.“ Nach Thorsten Frei erhielt Jens Löw von der SPD 24,6 Prozent der Stimmen und Cornelia Kunkis-Becker (Grüne) 16,9 Prozent. Im Zweitstimmenergebnis landete die SPD mit 17,6 Prozent auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von den Grünen mit 16,9 Prozent und den Piraten mit 15,5 Prozent. Die FDP hätte mit 9,2 Prozent den Einzug in den Bundestag erreicht, die Linke erzielte hingegen nur 0,7 Prozent der Stimmen.

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