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Furtwangen Ort für Heilung: Haus am Fluss bietet alternative Heilmethoden

Die Ex-Stadtcafe-Wirte Hans und Barbara Kaltenbach eröffnen im Herzen von Schönbach ein Ort der Heilung. Ihre Angebote reichen von Lebensberatung und Astrologie hin zu Hypnose und schamanisten Heilmethoden.

Schamanen (fast) unter sich: Von links Barbara Kaltenbach, Annette Schilling, Jessica Sánchez-Palencia mit „Zar“, Petra Bender, Yvonne Haufler und Hans Kaltenbach mit Gästen im Haus am Fluss in Schönenbach.
Schamanen (fast) unter sich: Von links Barbara Kaltenbach, Annette Schilling, Jessica Sánchez-Palencia mit „Zar“, Petra Bender, Yvonne Haufler und Hans Kaltenbach mit Gästen im Haus am Fluss in Schönenbach. Bild: Bild: Wild

Das in mediterranem Weiß und Blau leuchtende Haus Gaisberg 2 in der geographischen Mitte Schönenbachs öffnete sich dem Publikum zur Vorstellung derer, die seit kurzem in ihm wirken. Barbara und Hans Kaltenbach, noch in guter Erinnerung als Wirtin und Bäcker und Konditor des Stadtcafés in Vöhrenbach, haben nach beruflichen Umwegen zu ihrer Berufung gefunden.
Dem Schamanismus hawaiianischer Prägung verbunden, wirkt Barbara im Haus am Fluss als „Lebensberaterin, Hypnosecoach und Astrologin“, wie der Flyer zur Präsentation vermerkt, während ihr Mann Hans das Handwerk des Naturheilers in der Mongolei erlernt hat.

„Ich habe das Leben meines Vaters, der Metzger war, nachgelebt, bis ich eines Tages merkte, dass ich zu etwas ganz anderem bestimmt war“, beschrieb Barbara Kaltenbach ihre Wandlung von der Gastronomin zur Astrologin. Das ehemalige Wohnhaus, das früher auch schon einmal „Haus im Fluss“ war, bietet, neben einem großen Seminarraum im Erdgeschoss noch mehrere Therapieräume.

Als Krafttankstelle ist ein pyramidenförmiges Metallgestell aufgebaut, in dessen Mitte eine Glassäule, gefüllt mit glitzernden Steinen, den Energiefluss übertragen soll. „Steinweible“ Yvonne Haufler, durchaus geerdete diplomierte Vermessungsingenieurin im Ruhestand, verkaufte in einem weiteren Raum Heilsteine auch als Arm- und Halsketten.

Begleitet von ihrem riesigen schwarzen Schäferhund Zar, führte Jessica Sánchez-Palencia in den sibirischen Schamanismus ein. Die ehemalige Profitänzerin mit internationalen Auftritten fand nach gesundheitlichen Tiefschlägen zu ihrer Bestimmung als schamanische Heilerin. Einem Ritual mit ägyptischem Weihrauch, in den sie jeden der Gäste individuell einhüllte, folgte eine lange Perkussionsperformance. Monoton mit vier Schlägen pro Sekunde in wechselnder Kadenz und Lautstärke brachte die zierliche Frau Raumluft und Zwerchfelle ins Schweben.

Bei geschlossenen Augen stellte sich ein intensives Farbempfinden ein, das von zartrosa über kardinalsrote in fast schwarze und grüne Nuancen changierte. Wenn schwache Gemüter beim Heben der Lider dann in die gelben Lichter eines schwarzen Zaren blicken, kann das schon bis ins Innerste bewegen.

Sánchez-Palencias Angebot reicht von der spirituellen Reinigung über den Trancetanz bis zu heilenden Kurzritualen, die jeder zu Hause für sich anwenden kann. Als Prinzip nicht uninteressant für die etablierte Gesundheitsvorsorge dürfte die Gepflogenheit sibirischer Schamanen sein, nur vom gesunden Dienstnutzer Geld anzunehmen.

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