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Furtwangen Narren übernehmen jetzt die Macht

Furtwangens Bürgermeister Herdner gibt beim Fasnetausrufen den Rathausschlüssel an Zunftmeister Winker ab.

Nachdem es am Dreikönigstag mit dem Klepfen der Fuhrkigili schon einen ersten Vorgeschmack gegeben hat, ist nun mit dem Ausrufen der Fasnet auf dem Marktplatz die närrische Zeit endgültig in Furtwangen gestartet. Von Jahr zu Jahr scheint dabei die Schar der Narrenbaumsetzer zu wachsen, so dass der rund 25 Meter lange Narrenbaum relativ zügig aufgestellt wurde.

Den Auftakt bildete aber wie jedes Jahr erst einmal ein Zug der Narren durch die Stadt, angeführt von den Narrenbaumsetzern mit ihrem großen Baum. Dazu kamen dann die verschiedenen Gruppierungen der Zunft, angeführt vom Zunftrat.

Während der Zunftrat und hier vor allem Zunftmeister Christof Winker das Geschehen von der Tribüne aus kommentierte, wurde Bürgermeister Josef Herdner von den Hexen aus dem Rathaus geschleppt und vor den Zunftrat gebracht. Hier musste er wohl oder übel seinen Stadtschlüssel an die Narren abgeben, die nun bis zum Aschermittwoch in Furtwangen die Macht haben.

Schon beim Umzug und nun auch beim Geschehen auf dem Marktplatz sorgte dabei die Stadtkapelle unter der Leitung von Martin Moser für die passende musikalische Umrahmung. Allerdings waren es in diesem Jahr trotz relativ milden Temperaturen und trockenem Wetter nicht ganz so viele Zuschauer wie in den vergangenen Jahren.

Zentraler Punkt bei diesem Spektakel auf dem Marktplatz ist seit einigen Jahren die offizielle Proklamation von Christof Winker zu dieser Machtübernahme. Hier konnte er wieder einige närrische Themen aus Furtwangen ansprechen. So gab es einen Kurs im Dialekt über den Unterschied zwischen „Hefe“ und „Häffe“. Nicht zuletzt machte Winker auch darauf aufmerksam, dass in diesem Jahr der große Umzug am Fasnet-Sonntag durch rund 100 historische Narren aus der oberschwäbischen Narrenstadt Bad Waldsee bereichert wird. Etwas hämisch warf er auch einen Blick ins benachbarte Neukirch, wo die Feuchtigkeit im neuen Rössle-Keller gleich bei der Eröffnung die ausgestellten Gemälde beschädigt habe. Daher schlug er vor, hier stattdessen lieber künftig Champignons zu züchten.

Für ein Aquarium mit Schwarzwald-Fischen als Außenstelle der Wilhelma reiche die Feuchtigkeit allerdings nicht aus. Ebenso macht er bekannt, dass die Firma BKS Ketterer nun offensichtlich direkt am Linacher Stausee ihre neue Betriebskantine eröffnet (früher einmal Gasthaus Talsperre genannt).

Nicht ganz klar ist auch die Beteiligung von Bürgermeister Herdner als Ortsteil-Triberger an der sexistischen Bemalung zum Thema „Steile Berge, tiefe Täler“ im Triberger Parkhaus. Und schließlich kündigte Christoph Winker auch an, dass Ortsvorsteher Hansjörg Hall den heiß geliebten Kreisverkehr an der Lochhofstraße nicht zum nationalen Kulturerbe erklären lassen wolle, sondern dass er für die Gestaltung des Geländes vielmehr bereits den ersten Furtwanger Planierraupen-Wettbewerb plant.

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