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Furtwangen Mega-Mast misst den Wind auf der Linacher Höhe

Der Aufbau mit einem riesigen Kran ist Millimeterarbeit. Auf der Baustelle arbeiten viele Hand in Hand.

Mit Riesenschritten nähert sich der Windmessturm auf der Linacher Höhe seiner eigentlichen Aufgabe. Inzwischen sind das allgemeine und das Medieninteresse stark angewachsen. Einzelne Besuchergruppen fanden trotz biestig kaltem Wetter und Regenschauern an den Standort des einzigartigen Monuments von Ingenieurs- und Handwerkskunst – und vor allem Gemeinsinn.

Im SWR-Fernsehen wurde dazu gestern abend ein Feature ausgestrahlt, für das ein Aufnahmeteam um Redakteurin Sabine Hipp einige Stunden auf der Baustelle verbrachte.

Ausführlich schilderte Bauherr Benjamin Kienzler Werdegang und Zweck des Messturms. Auslöser des Wunschs war eine verlässliche Wissensbasis über die zu erwartende Windernte im geplanten Windpark auf den Gemarkungen von Vöhrenbach mit Linach und Furtwangen mit Rohrbach. Der bürgerschaftlich betriebene Bau des Messturms vereinigte schon Landwirte und Handwerker vom Wegebau bis zum Aufrichten in gemeinschaftlicher Anstrengung. Geleitet von Benjamin Kienzler, der von Industriekletterer Peter Biegel beim Hochbau unterstützt wurde, verankerten Mitglieder der Windparkgesellschaften die aufeinandergesetzten neun Meter hohen Elemente Etage für Etage in vorbereiteten Bodenankern.

Wurden die Spannseile bis zu einer Höhe von 54 Metern noch von oben abgeworfen, so ist die Gefahr für die schon gespannten Seile zu groß. Ab dieser Höhe werden die Abspannungen vom über 106 Meter hoch ausfahrbaren Arm des bis 220 Tonnen hebenden Autokrans hochgezogen und mit Schäkeln in Stahllaschen befestigt. Kranführer Sven Böhm musste Millimeterarbeit leisten bei der nachträglichen Montage eines Metallauslegers, dem weitere vier folgen werden. An ihren bis zu sieben Meter vom Mast entfernten Enden tragen sie klassische Anemometer. So ein Windmessgerät war auch an der Spitze des Kranauslegers montiert und zeigte während der Arbeiten bis zu sechseinhalb Meter Strömungsgeschwindigkeit an. Auf verschiedenen Höhen bis 99 Meter montiert, decken sie die Rotorblattlänge voll ab.

Bestens mit Speis und Trank versorgt von der jungen „Mutter der Truppe“ Amelie Kienzler, konnte auch das wirklich schlechte Wetter dem Betriebsklima auf dem Hoch-Bauplatz nichts anhaben.

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