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Furtwangen Kuckucksuhr siegt über Eichhörnchen

19.07.2012
Furtwangen -  Das Ferienland verpasst sich ein konservatives Logo. Die Mitgliederversammlung stellt sich hinter die Uhrentradition.

Am Ende einer lebhaften Diskussion stellt der Ferienland-Vorstand das Siegermotiv vor (v.l.): Heinrich Seebacher (2.Vorsitzender), Ulrich Nocke, Georg Wiengarn, Jörg Frey und Bernhard Stiefel.  Bild: Wursthorn

Darum ging es: Sollen das quirlige Eichhörnchen oder die traditionelle Kuckucksuhr Teil des künftigen Ferienland-Logos werden?

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Wird ein buntes Eichhörnchen das neue Logo des Ferienland? Oder begleitet demnächst eine traditionelle Kuckucksuhr alle Schriftlichkeiten des Tourismusverbands? In der Hauptversammlung am Donnerstagabend im Deutschen Uhrenmuseum lagen Gestaltungsentwürfe vor, die Ulrich Nocke von der Furtwanger Agentur DesignConcepts mit seinem Team kreiert hatte. Nach ausführlicher Diskussion entschied sich eine große Mehrheit der Mitglieder mit dem konservativen Entwurf der Kuckucksuhr weiterzuarbeiten.
 

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Ein wuseliger Sympathieträger, der neugierig mache, Familien anspreche und sehr gut für die sportliche Bewegung in der Natur passe: So wurde das diagonal gestreifte Eichhörnchen den Juroren vorgestellt. Letztlich jedoch vergeblich: Eichhörnchen gebe es überall, wie Lukas Duffner vom Reinertonishof in Schönwald zu bedenken gab. Die Kuckucksuhr dagegen dürfe als Erkennungsmerkmal einer Region mit Uhrenindustrievergangenheit nicht leichtfertig aufgegeben werden. Die Kuckucksuhr sei auch für Ausländer das wichtigste Erkennungsmerkmal, pflichtete Christoph Dold vom Furtwanger Kolmenhof bei. Der Triberger Volksbank-Chef Manfred Kuner fand beide Entwürfe, die im Übrigen bereits im Vorstand heiß diskutiert worden waren, nicht zufriedenstellend. „Der Wasserfall muss dazu, um die Kuckucksuhr muss etwas Modernes herum und der Rest soll peppig werden“, ergänzte er die Wunschliste, die Duffner mit „Schwarzwaldtannen“ neben der Kuckucksuhr eröffnet hatte.

Der Einwand, die Kuckucksuhr wirke altbacken, statisch und stehe nicht für Erlebnis verfing letztendlich nicht. Gerade bei jungen Leuten sei „Retro“, die Rückbesinnung auf Vergangenes sehr angesagt, warf Geschäftsführer Stefan Schürlein ein. Die Unruhe durch die drei verschiedenen Schriftformen, eine kräftigere Farbgebung und weitere Details könnten am Entwurf Uhr noch verbessert werden.

Relativ leicht fallen soll die Abgrenzung zum Logo des konkurrierenden Hochschwarzwald Tourismus: eine stilisierte Uhr auf rotem Grund. Ohne zu viel Rot gebe es keine Verwechslungsgefahr, meinte Schürlein. Zuvor hatte Eva Renz vom Uhrenmuseum gewarnt, dass der Verband Hochschwarzwald Tourismus die Kuckucksuhr als Werbeträger „komplett durchdekliniert“ habe. Auch der Vermittlungsvorschlag des Vorsitzenden Jörg Frey aus Schonach, man könne sich auch ein anderes Tier als das Eichhörnchen vorstellen, griff nicht: die Kuckucksuhr ist Grundlage der nächsten Entwürfe, die das Ferienland mit den Zusätzen „Schwarzwald“, „Natur erleben“ und „Mittendrin“ konkreter verorten. Das entspricht dem Arbeitsauftrag. Eine Expertise hatte im vergangenen Herbst das Ferienland als austauschbare Marke ohne Zielgruppenfixierung taxiert.

Zu den Regularien der Versammlung gehörte der Geschäftsbericht des Vorsitzenden. Der Schonacher Bürgermeister Frey sprach von einem Jahr, auf das man auch ohne große Steigerungen der Übernachtungszahlen stolz sein könne. Ein guter Werbegag sei das Projekt „Zumo“ gewesen. Erdgasbetriebene Autos wurden den Gästen zur Verfügung gestellt. Auch die Auszeichnung als erste allergikerfreundliche Ferienregion Deutschlands brachte das Ferienland mit seinem chronisch kleinen Marektingbudget in die Medien. Den Gastgebern empfahl Frey, sich mit Internetbuchungen und der Anbindung an eine große Plattform anzufreunden. Die Provision sei bereits im Preis einkalkulierbar. Für die Gäste sei das Internet der wichtigste Buchungskanal – für die jüngere Generation weltweit ohnehin (wir berichten noch).

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Nö!
Beide Entwürfe sind nicht gerade der Bringer!
Das Eichhörnchen ist rein optisch eher ... mehr ...
Bild
Mich hätten ja die Entwürfe interessiert. Aber auf dem Bild Nr. mehr ...
@ Thomas Weisser
Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Jetzt müßte es in beiden Ansichten funktionieren. mehr ...
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