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Furtwangen Kongress lebt von der spontanen Idee

26.05.2009
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Erstmals veranstaltete die Hochschule Furtwangen ein so genanntes Bar-Camp, eine Art offener Kongress unter einem Oberthema. Organisiert wurde die ganze Veranstaltung von Studenten der Fakultät „Digitale Medien“ im Rahmen einer Projektarbeit im Bereich der Mediensoziologie.

Furtwangen – Dieses erste Furtwanger Bar-Camp bekam den Titel „Fu-Camp“. Initiator und Betreuer der Studentengruppe ist der Soziologe der Fakultät, Professor Stefan Selke. Er will dieses Projekt im Rahmen einer Lehrveranstaltung jährlich etwa zum gleichen Zeitpunkt verwirklichen.

Die Studenten beschäftigen sich bereits im Wintersemester mit dieser Thematik und lernen unter anderem durch Exkursionen ähnliche Veranstaltungen kennen. Dann geht es an die Organisation des Fu-Camp, das bereits bei seiner ersten Auflage auf großes Interesse stieß. Rund 170 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik waren nach Furtwangen angereist, um an diesem Kongress zum Thema der Weiterentwicklung im Bereich der Medien teilzunehmen. Die Bandbreite war sehr groß: Informationen über China und seine Sprache und Kultur standen ebenso auf dem Programm wie Diskussionen zur Sperrung bestimmter Seiten im Internet, die immer wieder als Zensur verstanden wird. Auch die Weiterentwicklung in vielen anderen Bereichen wie dem Vertrieb von Musik über das Internet wurde fachkundig diskutiert. Aus Furtwangen selbst war es natürlich eine ganze Reihe von Studenten, die sich hier beteiligte. Von außerhalb aber waren es vornehmlich Teilnehmer, die bereits im Beruf stehen und hier oftmals auch an entscheidender Stelle. Vom selbstständigen Fotografen bis zum Manager aus dem Verlagswesen war alles vertreten.

Entsprechend der Intention für ein solches Bar-Camp gehört dazu auch ein gesellschaftlicher Teil. So gab es am Morgen vor dem Beginn der Sitzungen erst einmal ein ausgedehntes, gemeinsames Frühstück mit Einführungsvorträgen. Außerdem gab es einen gemütlichen Austausch am Abend, auch zum Knüpfen neuer Kontakte. Für die gesamte Organisation zeichnete eine Gruppe von rund zehn Studenten verantwortlich. Unterstützt wurden sie dabei aber von der ganzen Hochschule. Nicht zuletzt wurden die Veranstaltungen durch Mittel der Hochschule gesponsert, sowohl die Bewirtung an den beiden Tagen als auch die Unterkunft für die auswärtigen Besucher wurden übernommen. Allein schon in diesem breiten Sponsoring unterscheidet sich das Fu-Camp von anderen Bar-Camps. Professor Selke bestätigte seinen Studenten dabei großes Talent, alles sei perfekt organisiert. Auch deshalb wurde das erste Fu-Camp zu einem vollen Erfolg.

Aufgeteilt wurden die beiden Konferenz-Tage in jeweils fünf Sitzungsperioden. Die Teilnehmer an der Konferenz stellten dann am Morgen Themen vor, die sie im Rahmen einer solchen Runde diskutieren wollten. Die Teilnehmer konnten sich dann frei für eines dieser spontan vorgetragenen Themen entscheiden, jeweils fünf Sitzungen fanden parallel statt. Insgesamt gab es somit etwa 50 verschiedene Themen, die behandelt wurden. Wie Professor Selke bestätigte, führen gerade dieser spontanen Charakter und die Vielfalt dazu, dass die Teilnehmer viel neues Wissen und nicht zuletzt auch viele neue Kontakte zur interessanten Personen und Gruppen mit nach Hause nehmen können. Nicht zuletzt werden auch wichtige Themen behandelt und weiterentwickelt die dann in bestimmten Sparten auch sehr schnell zu konkreten Ergebnissen führen können.

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