FurtwangenKeine Rettung für Szenekneipe Fubar [1]
Nach zwei Jahren ist das jüngste Furtwanger Gastronomie-Experiment vorläufig am Ende: Der Versuch, die seit Anfang November geschlossene „Fubar“ an der Wilhelmstraße für den Weiterbetrieb startklar zu machen, ist gescheitert. Damit stehen auch Fragezeichen hinter der Sommerveranstaltung „Beach und Bier“ auf dem Marktplatz.
jens wursthorn Furtwangen – Jungen und jung Gebliebenen empfahl sich im Oktober 2006 die neue Gastronomie. Entstanden aus der Idee von fünf Studenten entwickelte sich die Fubar schnell zu einer Szenekneipe, ein Restaurantbetrieb kam dazu. Unternehmerische Köpfe waren die Gesellschafter der FuBar OHG, Bjorn Weidemann und Justyna Kempka. Die Fubar verzeichnete nicht nur studentisches Publikum. Gerade an den Wochenenden und während der Fastnacht Auch wenn sich die Nachbarn im Gefolge über nächtliche Lärmbelästigungen auf der Wilhelmstraße ärgerten, Polizeipostenchef Matthias Horn bescheinigte Weidemann gestern, dass er sich in kooperativer Weise um den Jugendschutz gekümmert habe. Doch vor der Tür habe der Gastronom keinen Einfluss auf das Verhalten seiner Gäste gehabt. Weidemann war in den vergangenen Tagen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Von Verbindlichkeiten in sechsstelliger Höhe, von denen aber nur ein Teil kurzfristig fällig sein, sprach gestern Steuerberater Ulrich Stockburger vom Stuttgarter Büro „5 Zwerge“, das sich mit Schuldnerberatung, Insolvenz- und Zwangsverwaltung beschäftigt. In den vergangenen Wochen hatte „5 Zwerge“ versucht, durch eine Einigung mit den Gläubigern den Fortbestand der Fubar zu sichern. Anfang November sei dieser Ansatz gescheitert, weil, so Stockburger, der Stromversorger den Strom sperren ließ. Dessen 6000-Euro-Forderung - Schulden der Vergangenheit und Garantien für die Zukunft – habe die gemeinsame Linie der Gläubiger verlassen. Damit sei die Idee, die Fubar mit neuen Köpfen weiter zu führen und aus dem laufenden Betrieb heraus die Forderungen der Gläubiger zu bedienen, gescheitert. „Wir hatten Investoren im Hintergrund, aber die wollten die Altschulden nicht übernehmen“, erläuterte Stockburger. Dieses Konzept hätte aufgehen können. „Der Gastronomiebetrieb hat gut funktioniert. 2007 und 2008 waren Fubar und Strandbar im Ergebnis funktionabel.“ Die Hypothek lag in der Startphase. Zwei Jahre lagen zwischen der Gründung der OHG und der Eröffnung der Gaststätte. In dieser Zeit, so Stockburger, liefen Kosten auf, die nicht mehr hereingewirtschaftet werden konnten. Möglicher nächster Schritt wäre ein Insolvenzantrag. Beim Amtsgericht Villingen lag gestern noch kein entsprechender Antrag vor. Weitere Artikel zu: Blitzmeldung, |


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