FurtwangenGroße Trauergemeinde nimmt Abschied [0]
Eine fast nicht zu überschauende Trauergemeinde nahm gestern Abschied von einem der beliebtesten Furtwanger Bürger. Der langjährige Bürgermeisterstellvertreter Rolf Balthasar wurde auf dem Furtwanger Friedhof beigesetzt.
Eine kaum zu überschauende Trauergemeinde (im Bild ein kleiner Ausschnitt) nahm gestern auf dem Furtwanger Bergfriedhof Abschied vom langjährigen Bürgermeisterstellvertreter, Kreistags- und Gemeinderatsmitglied Rolf Balthasar.
Furtwangen - Überaus zahlreich hatten sich Trauernde gestern auf dem Bergfriedhof eingefunden. Darunter viele, viele Polizeibeamte, die in Uniform ihrem verstorbenen Kollegen die letzte Ehre erwiesen. Wie engagiert und beliebt Rolf Balthasar gerade auch bei ehrenamtlichen Helfern gewesen sein muss, wurde an der großen Zahl von Feuerwehrleuten und Mitgliedern anderer Hilfsorganisationen deutlich, die sich eingefunden hatten. Gekommen waren auch Kreistags- Kollegen des Verstorbenen, darunter Kordula Kugele der Vöhrenbacher Bürgermeister Robert Strumberger oder die eigens aus Villingen angereiste Doris Feld. Pater Franz Hettel erinnerte an den Verstorbenen als einen liebenswürdigen, gottesgläubigen Menschen. Landrat Karl Heim zeigte sich in seiner Ansprache vor dem Grab "tief betroffen, dass Rolf Balthasar im Alter von nur 60 Jahren sterben musste". Er zeichnete die verschiedenen Aufgaben des Verstorbenen in Kreistags- Ausschüssen. Unter anderen war Rolf Balthasar auch Mitglied des Aufsichtsrats der Schwarzwald-Baar-Klinik. Der Verstorbene habe immer "das Ohr am Bürger" gehabt und "wusste, was die Menschen fühlten und dachten", betonte der Landrat. Im Kreistag sei er ein engagierter Vertreter der Interessen des Oberen Bregtals gewesen, mit ausgeprägtem Sinn für das Machbare. "Ich habe den Menschen und Kommunalpolitiker Rolf Balthasar wirklich sehr geschätzt", sagte der Landrat. Bürgermeister Richard Krieg schilderte die wichtige Rolle des Verschiedenen als Bürgermeisterstellvertreter, weshalb er mit der Bürgermedaille ausgezeichnet worden sei. Die Stadt werde sein Andenken "in Dankbarkeit bewahren". Neben ihm war im vollen Ornat auch eine Abordnung der "Horlogia" gekommen, deren Ehrenbursche Rolf Balthasar war. Im Namen der Polizeidirektion Villingen-Schwenningen würdigte Polizeichef Roland Wössner den Verstorbenen als "besonders couragiert, redegewandt, scharfzüngig und schlagfertig". Die "Ära Balthasar" dauerte in Furtwangen 30 Jahre, und mache damit die längste Dienstzeit eines dortigen Polizeibeamten aus. Der Polizeidirektor erinnerte an dessen "großes Organisationsgeschick", das er besonders beim Umbau des Polizeipostens Furtwangen unter Beweis gestellt habe. Mit dem Buch "Räuber und Gendarmen" über den Uhrenstädter Polizeiposten werde er in die Furtwanger Geschichte eingehen. Allzu schnell nach dessen Verabschiedung in den gesetzlichen Ruhestand habe die Polizei einen wertvollen Kollegen für immer verloren. Im Namen der örtlichen CDU, der Kreistags- und Stadtratsfraktion entbot Professor Manfred Kühne einen letzten Gruß. Rolf Balthasar sei mit gutem Grund in der Bevölkerung sehr beliebt gewesen, habe er sich doch stets um die Interessen der Bürger und Vereine gekümmert. Noch zwei Tage vor seinem Tod habe er ihm die Konrad-Adenauer-Medaille übergeben können. Er habe sich sehr gefreut und trotz seiner schweren Krankheit noch Humor bewiesen. Die örtliche CDU verliere mit ihm einen wichtigen Ratgeber. Weitere Artikel zu: Furtwangen, |


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