Mit der Geldbeutelwäsche und dem Narrenbaumfällen setzt die Furtwanger Fasnet den Schlusspunkt
Das Wehklagen war „echt“ wie eh und je, nur der Narrenbrunnen hatte seine Dienste bis auf drei eingestellte Eimer Wasser eingestellt. Nachdem die Geldbeutel gewaschen und der Narrenbaum gefällt waren, war's vorbei mit der Fasnet 2012. Wieso es „e scheene Fasnet gsi isch“, erzählte Narrenpräsident Roland Wehrle der rund 40 Köpfe zählenden Trauergesellschaft, der stattlich besetzten Kapelle und den zwei Dutzend Zaungästen der Zeremonie.
Ob die Fasnet denn im Schnee erstarrte oder angesichts des riesigen Griechenland-Rettungsschirms den Freitod wählte, blieb für Wehrle weniger von Bedeutung. Er ließ es sich nicht nehmen nach Stile eines Fürbittgebetes die spektakulärsten „Aussetzer“ der kurzen tollen Tage Revue passieren zu lassen. Weil jetzt wieder der Alltag einzieht, berichten wir zwar über Zunftmeister Christof Winkers Transport- und Fahrkünste auf dem Reweparkplatz. Wer aber zwei Stunden mit einer Kerze auf dem Kopf in einer Kneipe schlief, bleibt unser Geheimnis. Unter den Wehklagenden und den Molltönlern ragte nur der Bürgermeister heraus. Mit vermutlich „amtlicher Freude“ angelte er sich seinen Rathausschlüssel zurück.