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Furtwangen Firma Siedle schult Lehrer

Das Furtwanger Vorzeige-Unternehmen in Sachen Ausbildung ist jetzt auch Praxis-Partner pädagogische Hochschule Freiburg für ein EU-Projekt.

Die Furtwanger Firma S. Siedle & Söhne, schon immer besonders stark im Bereich Ausbildung engagiert, ist nun auch ein wichtiger Partner in einem Programm zur Lehrer-Fortbildung: Siedle ist dabei der Praxis-Partner für die pädagogische Hochschule Freiburg, die dieses Projekt in 13 Ländern der Europäischen Union leitet und koordiniert.

Der gute Ruf der Firma Siedle im Bereich der Ausbildung war es dann auch, der zu dieser Partnerschaft führte: Katja Maaß, Professorin am Institut für mathematische Bildung der pädagogischen Hochschule in Freiburg, betreut seit 2009 im Auftrag der EU Projekte, um Mathematik und Naturwissenschaften noch stärker in den Schulen zu verankern. Im vergangenen Jahr startete nun ein neues Projekt, das den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht zu forschendem und problemorientiertem Lernen verändern soll. Dazu bieten 18 Universitäten und Hochschulen in 13 europäischen Ländern unter Koordinierung von Professor Katja Maaß in Freiburg Fortbildungsprogramme für Lehrer.

Für das Freiburger Programm war die Professorin nun auf der Suche nach einem Partner in der Industrie. Ihr Mann, Lehrer im Berufsschulbereich, empfahl ihr dabei die Furtwanger Firma Siedle. Mit dem dritten Treffen in dieser Woche wurde nun das Fortbildungsprojekt für Lehrer von Gymnasien und Realschulen konkret vorbereitet. An drei Terminen im kommenden Schuljahr soll den Lehrern die Verknüpfung zwischen der beruflichen Praxis und dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulunterricht näher gebracht werden.

Dazu gehört es eben auch, dass auch die Lehrer einmal den Alltag und die Anforderungen in einem Industriebetrieb kennen lernen. Sie sollen hier ganz konkret erleben, wie dringend man auch für einen Beruf an der Werkbank beispielsweise die Mathematik benötigt, um die Abmessungen und Formen für ein Werkstück zu berechnen. Und wenn die Lehrer dies hier erlebt haben, sollen sie diese Erfahrungen an die Schüler weitergeben und damit auch den Schulunterricht neu orientieren.

Immer wieder sollen die Schüler dann selbst aktiv werden und forschend Lösungswege finden. Da zwischen den Fortbildungsterminen größere Zeitabstände sind, haben die Lehrer dann die Möglichkeit, die Erfahrungen in der Praxis einzusetzen und zu testen und beim nächsten Termin wieder eine Rückmeldung zu geben und vielleicht dann entsprechende neue Erfahrungen zu sammeln. Alle drei Fortbildungstermine im Oktober, Januar und April im kommenden Schuljahr finden bei der Firma Siedle in Furtwangen statt. Und die Erfahrungen, die in Furtwangen gemacht werden, fließen dann natürlich auch wieder in das Gesamt-Projekt der EU ein, wenn sich die beteiligten Hochschulen aus den verschiedenen Ländern unter Leitung von Professor Maaß zu diesem Thema austauschen und das Programm weiter entwickeln.

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