Der Markt hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren, als Einkaufsmöglichkeit und als Treffpunkt. Doch spüren die meisten Händler das „Sommerloch“ am Umsatz. „Vorige Woche war es noch ruhiger“, registriert der „Kartoffelmann“ Peter Rösgen die ersten Urlaubsrückkehrer aus seiner Stammkundschaft. Seit 24 Jahren kommt er nach Furtwangen, „hier bin ich besonders gern“, sagt er mit Blick auf die guten Kontakte zu den anderen Händlern und zu den Kunden. Lobend hebt er hervor, dass der Biergarten in diesem Sommer kleiner ausfällt und nicht den halben Marktplatz einnimmt. Mit Sorge registriert der Händler, dass sich in Furtwangen immer mehr Supermärkte und Discounter etablierten, die Nachfrage nach Kartoffeln an seinem Stand nahm drastisch ab.
Erst seit wenigen Wochen hat der Furtwanger Markt wieder einen Stand mit Oliven und anderen mediterranen Spezialitäten. Alexander Dietz aus Rheinfelden zeigt sich „positiv überrascht“ von der Resonanz der Schwarzwälder Kundschaft. „ein schnuckeliger, überschaubarer Markt“, lobt er die besondere Atmosphäre.
Tomaten, alter Sorten, „die nach Tomaten schmecken“, sind am Bio-Stand von Wolfgang Lütker zur Zeit besonders gefragt. Auch Willi Weißenberger registriert rege Nachfrage nach Freiland-Tomaten. Außerdem sind Zwetschgen der saisonale Renner. Übereinstimmend berichten die Markthändler, dass es in diesen Ferienwochen recht ruhig ist. „Nach dem Trödlermarkt geht der Betrieb wieder richtig los“, diese Erfahrung macht Valerie Reis an ihrem Weinstand seit Jahren.
Dagegen stellt der Neukircher „Kreuzbeck“ Alexander Kreuz fest, dass zwar weniger heimische Kundschaft an den Stand kommt, doch kaufen Urlauber Wecken und Brot. „Man hört an der Sprache, dass die von auswärts kommen“.
