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Furtwangen Discounter machen den Markthändlern Sorgen

13.08.2012
Furtwangen -  Frisches Obst und Gemüse, Blumen oder Oliven: Die Markthänler legen in den Sommerferien keine Pause ein.

Knackiges Gemüse und frisches Obst sind auch in diesen Ferienwochen auf dem Furtwanger Wochenmarkt gefragt.  Bild: Hajek

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Es ist ruhig in der Stadt in diesen Ferienwochen, viele Furtwanger sind verreist. Doch der Wochenmarkt macht keine Pause. Der beliebte Treffpunkt am Samstag ist zwar etwas weniger bestückt, aber immerhin noch ein Dutzend Stände bieten Obst und Gemüse, Wurst und Käse, Wein, Brot und Eier an, ein vielseitiges Sortiment. Leer bleibt freilich der Platz in der Mitte, sonst sehr begehrt bei Vereinen und Schulklassen, die mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen ihre Kasse aufbessern. Wer an diesem Feriensamstag Rast machen möchte, kann sich in dem kleinen Biergarten am Rande des Platzes erfrischen.

Der Markt hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren, als Einkaufsmöglichkeit und als Treffpunkt. Doch spüren die meisten Händler das „Sommerloch“ am Umsatz. „Vorige Woche war es noch ruhiger“, registriert der „Kartoffelmann“ Peter Rösgen die ersten Urlaubsrückkehrer aus seiner Stammkundschaft. Seit 24 Jahren kommt er nach Furtwangen, „hier bin ich besonders gern“, sagt er mit Blick auf die guten Kontakte zu den anderen Händlern und zu den Kunden. Lobend hebt er hervor, dass der Biergarten in diesem Sommer kleiner ausfällt und nicht den halben Marktplatz einnimmt. Mit Sorge registriert der Händler, dass sich in Furtwangen immer mehr Supermärkte und Discounter etablierten, die Nachfrage nach Kartoffeln an seinem Stand nahm drastisch ab.

Erst seit wenigen Wochen hat der Furtwanger Markt wieder einen Stand mit Oliven und anderen mediterranen Spezialitäten. Alexander Dietz aus Rheinfelden zeigt sich „positiv überrascht“ von der Resonanz der Schwarzwälder Kundschaft. „ein schnuckeliger, überschaubarer Markt“, lobt er die besondere Atmosphäre.

Tomaten, alter Sorten, „die nach Tomaten schmecken“, sind am Bio-Stand von Wolfgang Lütker zur Zeit besonders gefragt. Auch Willi Weißenberger registriert rege Nachfrage nach Freiland-Tomaten. Außerdem sind Zwetschgen der saisonale Renner. Übereinstimmend berichten die Markthändler, dass es in diesen Ferienwochen recht ruhig ist. „Nach dem Trödlermarkt geht der Betrieb wieder richtig los“, diese Erfahrung macht Valerie Reis an ihrem Weinstand seit Jahren.

Dagegen stellt der Neukircher „Kreuzbeck“ Alexander Kreuz fest, dass zwar weniger heimische Kundschaft an den Stand kommt, doch kaufen Urlauber Wecken und Brot. „Man hört an der Sprache, dass die von auswärts kommen“.

 
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