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Furtwangen Die Uhrenhändler sind da

27.08.2010


Furtwangen – An ein Familientreffen erinnerte ein wenig die Atmosphäre, als gestern die ersten Uhrenhändler eintrafen, um ihre Stände auf der Furtwanger Uhrenbörse aufzubauen. Man kennt sich untereinander, der Chef der Uhrenbörse, Jacques Barthillat, begrüßt alle mit Namen.

Es ist die 26. Auflage der Antik-Uhrenbörse, die auch dieses Mal wieder zahlreiche Uhrenliebhaber aus nah und fern anlockt.

Seit einigen Jahren wächst die Tendenz, nicht erst am Freitag, sondern bereits am Donnerstag vor der Uhrenbörse anzureisen und aufzubauen. Das Gedränge ist nicht so groß, es gibt weniger Hektik beim Aufbau des Standes und beim Arrangieren des Angebots. Den Extra-Obolus für den Sicherheitsdienst schon ab Donnerstagabend zahlen die Aussteller bereitwillig.

Am Eingang des Hochschulgebäudes erwartet Jacques Barthillat die Aussteller. Enkel Marius hilft ihm, die vorbereiteten Unterlagen aus den Karteikästen zu suchen und jedem der Händler auszuhändigen. 120 Aussteller bieten auf der Antik-Uhrenbörse in den Räumen der Furtwanger Hochschule ihre Schätze zum Verkauf an: alte Uhren, Ersatzteile, Werkzeuge sowie Literatur rund um das Thema Uhren. In diesem Jahr sind es 120 Aussteller, einige weniger als im Vorjahr. Das liegt allein am Platz, Interessenten gäbe es weitaus mehr. „Ich habe eine Warteliste mit 30 bis 40 Leuten“, berichtet Barthillat. Aber die Stamm-Aussteller haben Vorrang. Nur für einige wenige Neulinge gab es einen Standplatz.

Fast alle Anbieter sind Stammgäste auf der Furtwanger Börse, wie zum Beispiel Erwin Weyel aus Sindelfingen, der fast von Anfang an seit 25 Jahren regelmäßig dabei ist mit seinen Stand- und Taschenuhren. Aus Holland kommen mehrere Händler wie „T' Klokkenmenenneke“, der seit 15 Jahren die Furtwanger Uhrenbörse besucht und unter anderm Schwarzwalduhren anbietet. Als besondere Attraktion packt Harry Meevis, ebenfalls Holländer, heute eine Eiche-Automatenuhr aus, die im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Dieses Stück ist allerdings nichts für den schmalen Geldbeutel: „Sie kostet mehr als ein Mercedes.“ Aber auch weniger betuchte Uhrenliebhaber können auf der Antik-Uhrenbörse fündig werden.

Die Uhrenbörse ist am Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von zehn bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Am Freitag kann die Börse zwischen 12 und 18.45 Uhr besucht werden. Für diesen „Händlertag“ sind allerdings 40 Euro Eintrittsgeld zu berappen. Diese Regelung entspricht nach Barthillats Auskunft andernorts üblichen Regelungen und hat sich seit einigen Jahren bewährt. „Sonst würden wir am Freitag total überlaufen“, befürchten die Organisatoren des Vereins „Uhr und Kultur“. Rund 20 Helfer sorgen während der Uhrenbörse für reibungslose Organisation.

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