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Furtwangen

Briten fasziniert die Orchestrionstadt

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Bei einem Stadtrundgang erläutern Hans Wolfer (von rechts) und Erich Willmann den englischen Gästen einige markante Punkte in Vöhrenbach. Jürgen Wolfer übersetzte das ganze in die englische Sprache. Selbst mal ausprobiert haben die englischen Gäste das Walzenklavier (rechtes Bild), das im ehemaligen alten Kindergarten untergebracht ist. Bilder: Hummel

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Bis weit über die Landesgrenzen hinweg ist Vöhrenbach als Zentrum für den Orchestrionbau bekannt. Jetzt hat eine Gruppe aus England dem Ort einen Besuch abgestattet. Die Briten waren ursprünglich beim internationalen Orgeltreffen in Waldkirch. Empfangen wurden die vier Gäste vom Vorsitzenden des Arbeitskreises Stadtgeschichte Hans Wolfer, Jürgen Wolfer und Erich Willmann.

Bei einem mehrstündigen Stadtrundgang wurden verschiedene Gebäude und Sehenswürdigkeiten aufgesucht. Dabei durften Abstecher ins Uhrmacherhäusle und in den ehemaligen alten Kindergarten natürlich nicht fehlen. Auf großes Interesse stießen dabei die zahlreichen Vöhrenbacher Orchestrionfirmen, die der Ort in der Vergangenheit aufzuweisen hatte: Zwölf an der Zahl.

Gezeigt wurden die Zulieferer von Bauteilen eines Orchestrions. Nahezu jedes Haus in der Stadt stand seinerzeit mit dem Bau von Musikinstrumenten in Verbindung. Für die Besuchergruppe waren neben den Firmen Welte, Heizmann, Heine, Ketterer, Tritschler und Wellenberger vor allem die Firma Imhof und Muckle interessant. Die hatten in London eine Zweigstelle.

Der Firmengründer Daniel Imhof und seine Frau sind in Croydon bei London beerdigt. Als im Jahr 2005 deren Grabstein dort neu gesetzt wurde, waren Mitglieder des Arbeitskreises Stadtgeschichte mit in England dabei. So kam es auch zum Kontakt mit den jetzigen Besuchern.

Lückenlose Geschichte

 

Beeindruckt waren die Gäste aus England von den Ausführungen von Erich Willmann, der ihnen die damaligen Familienverhältnisse ebenso lückenlos darstellen konnte wie die Geschichten der einzelnen Firmen und der besichtigten Stationen. Perfekt in die englische Sprache übersetzt wurde das Ganze von Jürgen Wolfer.

Mit vielen neuen Erkenntnissen bezüglich des Orchestrionbaus, jeder Menge Hintergrundmaterial und zahlreichen Fotografien machten sich die Gäste nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Ochsen wieder auf den Rückweg in ihr Quartier nach Waldkirch.

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Autor: MARKUS HUMMEL
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