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Donaueschingen Wo Schule stets Spaß macht

Auf einen Kaffee mit Jens Awe, dem Leiter der Volkshochschule Baar. Er spricht über den anhaltenden Boom in dieser Einrichtung 

Kommenden Montag startet die Volkshochschule in das neue Semester mit über 120 beginnenden Veranstaltungen. Wie ist das Anmeldeecho?

Das Interesse an den Kursen und Vorträgen ist ungebrochen. Auch dieses Semester können wir zum siebten Mal in Folge auf gestiegene Anmeldezahlen blicken. Nach dem rasanten Wachstum der letzten Jahre wieder 6,5 Prozent mehr Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt zu haben, ist keine Selbstverständlichkeit. 38 Kurse sind bereits ausgebucht. Vor allem die Fitness- und Yoga- und Entspannungskurse sind weiterhin sehr gefragt, aber auch in einigen Sprachkursen ist kein Platz mehr frei.

Wie viele Menschen gehen dieses Frühjahr in die Volkshochschule?

Angemeldet haben sich bisher fast 1900. Auch im Semester kommen noch viele Anmeldungen hinzu, zu toppen sind im Frühjahrssemester die 3500 Anmeldungen aus dem 1. Halbjahr 2015.

Können Sie auch die Altersstruktur etwas aufschlüsseln?

Knapp ein Drittel unserer Teilnehmenden ist zwischen 36 und 50 Jahr alt, ein weiteres gutes Drittel ist zwischen 50 und 65. Die Zusammensetzung hat sich über die letzten Jahre nur wenig verändert, das heißt wir haben in allen Altersgruppen gleichmäßig zugelegt.

Wie erklären Sie sich den Boom der vergangenen Jahre?

Langsam hat es sich rumgesprochen, dass wir ein Programm für sehr viele verschiedene Interessen bieten und dass dabei auch die Qualität stimmt. Da können wir auch ein bisschen stolz drauf sein.

Und ausruhen gibt's nicht….

Nein. Wir probieren jedes Semester viel Neues aus und vieles davon klappt gleich beim ersten Mal. Neben den erwartbaren Töpfer- und Nähkursen, finden sich auch exotische Angebote wie Ukulele-Unterricht, ein Didgeridoo-Baukurs und Breakdance-Workshops oder Crossover-Fitnesskurse wie Aqua-Zumba im Programm.

Und was kommt schlechter an?

Die weniger verbreiteten Fremdsprachen finden im Städteviereck nicht die Nachfrage. Unsere Chinesisch- und Ungarisch-Kurse fielen beispielsweise letztes Semester leider aus. Dieses Semester probieren wir es mit Arabisch. Die Zeit dafür scheint zu passen.

Sehen Sie die Volkshochschule angesichts des Runs auf die Angebote auch als gesellschaftlichen Trend zur Individualisierung, etwa als alternatives Angebot zum Verein, weil sie mit ihren Kursen Spaß ohne Verpflichtungen bietet, oder als geselligen Ersatz für aussterbende Stammtischrunden?

Ich sehe die VHS nicht als Konkurrenz zu den Vereinen. Wir selbst nehmen an der vhsbaar vielfach Rücksicht auf die Vereinsangebote, an anderen Stellen kooperieren wir mit verschiedenen Vereinen. Auch unser Ziel ist, durch Qualität, Attraktivität und sympathische Kursleitende langfristig zu binden. Ich meine, dass die Angebote sich ergänzen. Und wer bei uns einen Sprachkurs bucht, verpflichtet sich letztlich ja auch für mindestens ein halbes Jahr und besucht in der Regel dann auch den Folgekurs.


Zur Person

Jens Awe, 43, leitet die VHS seit Mitte 2012. Der Familienvater zweier Kinder hat seither das Angebot und die Teilnehmerzahl bei der VHS kontinuierlich steigern können. (gvo)

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