Donaueschingen Was macht eine attraktive Einkaufsstadt aus?

Drei Männer kämpfen in diesen Tagen um den Donaueschinger OB-Sessel und die Gunst der Wähler. Wem aber soll man seine Stimme geben. Hilfreich sind da konkrete Aussagen zu Fragen, die die Donaueschinger derzeit bewegen. Der SÜDKURIER bietet seinen Lesern in seinem Wahlforum die Möglichkeit, den Kandidaten diese Fragen zu stellen.

Siegfried Huber, Geschäftsführer der ZG Raiffeisen Energie in Donaueschingen, stellt eine Frage zur generellen Attraktivität der Karlstraße als Einkaufsmeile:

In der Diskussion um eine attraktive Einkaufsstadt stehen immer die Parkplätze im Mittelpunkt der Diskussionen. Doch diese sind für mich nicht entscheidend, sondern ein attraktives Angebot. Das ist liegt leider nicht vor, wenn jedes zweite Geschäft ein Telefonladen oder ein Hörgeräteanbieter ist. Wie kann die Stadt hier lenkend eingreifen?

Björn Klotzbücher: Um die Vielfalt in der Donaueschinger Geschäftswelt zu erhöhen, muss die Stadt ihre Attraktivität als Einzelhandelsstandort erhöhen. In meinen Augen sind wir dann doch wieder bei Themen wie Parkplätzen und bequemer Erreichbarkeit der Geschäfte. Nur dort, wo diese Rahmenbedingungen stimmen, kann man bei der Ansiedlung von Händlern wählerisch sein.

Erik Pauly: Sie sprechen einen wichtigen Themenbereich an, nämlich die Aufgabe, die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Welche Art von Geschäften betrieben werden, bestimmt natürlich zuletzt der Einzelhändler selbst – entscheidend ist aber die Nachfrage. Ziel muss daher sein, mehr Menschen in die Innenstadt zu bringen. Hierzu gehört ein Gesamtkonzept: Neben einem attraktiveren ÖPNV (mit Park & Ride-Möglichkeiten und schnellerer Frequenz) auch die Ansiedlung von Geschäften, die als Kundenmagneten dienen, die Einrichtung von einladenden Verweilmöglichkeiten und die Entlastung vom Durchgangsverkehr. Aber hierzu gehört auch Schaffung von Parkraum im zentrumsnahen Bereich. Dies alles muss in Übereinstimmung mit dem Einzelhandel schnellstmöglich in die Tat umgesetzt werden.

Roland Wössner: Die Stadt könnte die Attraktivität der Innenstadtstraßen erhöhen, indem die Max-Egon-Straße, die Zeppelinstraße und die Käferstraße ähnlich wie die Karlstraße und die Josefstraße ansprechender gestaltet werden – oder indem die Max-Egon-Straße zur Fußgängerzone umgewandelt wird. Das könnte auch andere Geschäfte anziehen, da die Aufenthaltsqualität in der Stadt besser wäre. Dazu wäre allerdings ein kleineres Parkhaus beim Krone-Center oder in der Bahnhofstraße erforderlich. Darüber hinaus kann die Stadt im Rahmen des Stadtmarketing die Nachfrage erheben und zum Beispiel im Internet werben.

 

SÜDKURIER-Wahlforum

Fragen an die Kandidaten koönnen an die SÜDKURIER-Redaktion geschickt werden per E-Mail: donaueschingen.redaktion@suedkurier.de oder per Fax: 0771/ 85065590.

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