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Der Zivildienst: Vor Jahrzehnten wurden Zivildienstleistende noch als „Kriegsdienstverweigerer“ einer harten Gewissensprüfung mit unangenehmen Fragen unterworfen, wenn sie den Dienst an der Waffe ablehnten. Stattdessen kümmerten sie sich um alte Menschen oder Behinderte, oder begleiteten Rollstuhlfahrer zum Arzt oder Einkaufen.

Die Reduzierung der Bundeswehr auf immer weniger Soldaten und die Verkürzung der Wehrpflicht von einst 18 auf 15 oder zwölf und sechs Monate hat auch die Zahl der Zivis schrumpfen lassen.

Der Freiwilligendienst: Zum 1. Juli hat das Bundesfamilienministerium einen Bundesfreiwilligendienst ins Leben gerufen. Rund 35 000 Freiwillige, junge Frauen und Männer, sollen sich engagieren und die bislang 90 000 Zivis ersetzen: Ohne Ersatz für die Zivis würden viele soziale Einrichtungen in die „soziale Katastrophe“ gestürzt, vermutet das Familienministerium. Den neuen Freiwilligendienst lässt sich der Bund 350 Millionen Euro im Jahr kosten. Die neuen Freiwilligen sollen im Schnitt ein Jahr Dienst tun, mindestens aber sechs Monate. Eine Verlängerung auf zwei Jahre ist möglich. Dafür gibt es 250 Euro Taschengeld im Monat, freie Verpflegung und Unterkunft bis zu 145 Euro und einen Fahrtkostenzuschuss bis zu 60 Euro. Der Kindergeldanspruch bleibt bestehen. Den Freiwilligen stehen 26 Urlaubstage im Jahr zu. (bea)

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