Mein
 

Donaueschingen Volkshochschule unterwegs

VHS Baar stellt neues Semesterprogramm vor. 413 Angebote zwischen Februar und August.

Die Volkshochschule Baar hat ein Jahr „unter Volldampf“ erfolgreich abgeschlossen und das neue Frühjahr- und Sommersemester bereits geplant. Semester für Semester glauben die Verantwortlichen der VHS Baar, dass eine Steigerung der Kurs- und Teilnehmerzahlen kaum noch möglich ist und immer wieder werden sie überrascht. So stehen im neuen Programmheft 413 Kurse, die von Februar bis August in Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen stattfinden werden. Das sind 25 Angebote mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Titel des Programms lautet „Unterwegs“ und beschreibt nicht nur die Ausfahrten und Exkursionen, sondern auch das Kennenlernen von Sprache und Kultur, das auch in diesem Semester wieder eine wichtige Rolle bei der Volkshochschule einnimmt.

Rückblick: Das Herbst- und Wintersemester läuft noch bis Ende des Monats, doch schon heute verzeichnet die VHS eine Kurssteigerung um zehn Prozent zum Semester 2014/2. Von den 275 angebotenen Kursen waren 78 komplett ausgebucht und 13 Kurse mussten aufgrund der besonderen Nachfrage zusätzlich organisiert werden. „Es war ein Jahr, in dem wir durchgehend am Limit gearbeitet haben“, sagt VHS-Leiter Jens Awe. Die Nachfrage sei gigantisch gewesen und somit sei das Semester in der VHS-Geschichte das bislang erfolgreichste gewesen. Höhepunkte waren für Awe unter anderem der Alzheimervortrag des Molekulargenetikers Michael Nehls, den rund 200 Teilnehmer verfolgten sowie der Vortrag des syrischen Arztes Al Yousef mit rund 120 Teilnehmern. Auch die beiden Benefizvorträge von Walter Rau und Wolfgang Böhe stießen auf großes Interesse mit jeweils über 70 Zuhörern.

Das Programm in Zahlen: Für das bevorstehende Semester bietet die Volkshochschule insgesamt 413 Kurse, Vorträge, Seminare und Exkursionen an. Davon sind 124 Angebote vollkommen neu im Programm. Im ablaufenden Semester belegten insgesamt 118 Flüchtlinge die angebotenen Deutschkurse. Sieben sind es seit September. Bis zum Semesterende kommen so 586 Unterrichtsstunden zusammen. Auch im neuen Halbjahr werden Deutschkurse wieder eine bedeutende Rolle spielen.

Die Höhepunkte: Der thematische Schwerpunkt des Unterwegsseins soll sich vor allem im „allgegenwärtigen Thema Flüchtlinge und Migration“ widerspiegeln, wie es Jens Awe beschreibt. Dazu soll unter anderem eine geflüchtete Afghanin von ihrem Einzelschicksal berichten. Der Professor Max Matter wird grundsätzliche Überlegungen in Sachen Migration in der Zukunft anstellen und dabei auf die Fehler der Vergangenheit blicken. „Auch der Reisebericht von Michael Klotzbücher über seine etwas andere Pilgerreise auf dem Jakobsweg wird für mich einer der Höhepunkte in diesem Semester sein“, freut sich Awe.

Flüchtlinge und Integration: Dieses Thema gehört zu unserer Gesellschaft und auch zum Programm der Volkshochschule. Während in den einen Kursen den Asylbewerbern unsere Sprache gelehrt werden soll, so sollen die Teilnehmer anderer Kurse fremde Kulturen kennenlernen. Neu sollen im Jahr 2016 Infoveranstaltungen für Flüchtlinge der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle (BEA) angeboten werden. „Es gibt im Internet unter www.refugeeguide.de eine schriftliche Grundlage mit Verhaltensregeln und Erklärungen der deutschen Kultur für Flüchtlinge – in den unterschiedlichsten Sprachen“, erläutert Awe. Dieser Leitfaden soll den Teilnehmern der Infoveranstaltungen an die Hand gegeben werden, damit sie „Fettnäpfchen“, wie es Awe nennt, vermeiden können. „Wir suchen derzeit eine Druckerei, die uns die Exemplare drucken kann, damit jeder sich in seiner Muttersprache informieren kann.“ Awe geht derzeit von einer jährlichen Auflage von rund 5000 Exemplaren aus. „Das ist natürlich von der Entwicklung und der Fluktuation in der BEA abhängig.“ Die Sprachkurse für Flüchtlinge finden bislang in Donaueschingen statt. In diesem Jahr sollen in Bräunlingen und Hüfingen weitere Flüchtlinge in Anschlussunterbringungen untergebracht werden. Ob es dann dementsprechend auch Kurse in diesen beiden VHS-Standorten gibt, kann Jens Awe noch nicht sagen. „Das hängt von der Nachfrage und auch vom Budget ab, das wir zur Verfügung haben.“

Hüfingen: Christine Harms-Höfler, VHS-Verantwortliche für die Stadt Hüfingen, hat eine Städtereise in „die kleinste und teuerste Großstadt der Welt“ nach Zürich im Repertoire, eine Exkursion in den Skulpturenpark des Künstlers Erich Hauser nach Rottweil, oder auch die Besichtigung des Erzbischöflichen Archivs in Freiburg. „Wir werden viel unterwegs sein“, sagt sie.

Bräunlingen: Ihre Kollegin Sabine Spies aus Bräunlingen hat das Unterwegssein auf eine andere Art im Angebot. „Stadtführungen durch Bräunlingen werden die Teilnehmer mal anders erleben.“ Die Stadt kann beispielsweise bei einem Angebot für Sehbehinderte „gefühlt“ werden. Aber auch eine Führung auf Englisch wird es geben. Und auch die Kochkurse, die immer besonders beliebt sind, werden eine internationale Ausrichtung haben.

Exklusive Lieblinge aus unserer limitierten SEEStück-Kollektion für echte See-Liebhaber jetzt auf SÜDKURIER Inspirationen entdecken!
Wahre See-Liebe – Neue SEEStücke auf SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Donaueschingen
Donaueschingen
Donaueschingen
Donaueschingen
Donaueschingen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren