Donaueschingen Vereine spielen wichtige Rolle

SÜDKURIER-Wahlforum: Der Stellenwert der Vereine für die Kandidaten

Der Countdown für die OB-Wahl am 12. Januar läuft. Wegen der Feiertage zu Weihnachten und Neujahr ist die Zeit für Wähler knapp, sich ein passenden Bild zu verschaffen, wem sie nun am Wahltag ihre Stimme gegen wollen. Das SÜDKURIER-Wahlforum bietet allen die gelegenheit, Fragen an die drei Kandidaten zu stellen und konkrete Antworten zu erhalten.

Heute fragt Thomas Bührig, der den FC Pfohren, den drittgrößten Verein in Donaueschingen, lenkt: „Vereine sind mehr und mehr auf Einnahmen über Feste angewiesen, da die Mitgliedsbeiträge für alle sozial verträglich sein sollten. Dies wird allerdings zunehmend schwieriger, da zum einen die Bereitschaft der Arbeitsleistung immer weniger wird. Vereinsangebote werden aber gerne genutzt, sie sollten aber für die Mitglieder finanzierbar bleiben und attraktiv sein. Zudem ist es für die Vereine immer schwieriger, Freiwillige für verantwortungsvolle Positionen zu bekommen. Wie sehen sie die Vereinsförderung unter ihrer zukünftigen Regie und wie würde ihre Unterstützung der Vereine diesbezüglich von Ihnen als Stadtoberhaupt aussehen?“

Erik Pauly

: „Es ist beachtlich, was die Vereine in der Kernstadt, vor allem aber in den Ortschaften leisten. Auch das Engagement bei dem Aus- und Umbau der eigenen Räumlichkeiten. Gerade das Clubheim des FC Pfohren ist dafür eindrucksvoller Nachweis. Die Vereinsförderung wurde in den letzten Jahren reformiert und auf eine gerechtere Grundlage gestellt, die Jugendarbeit stärker in den Fokus gerückt, was ich begrüße. Steigende Kosten der Vereine, beispielsweise im Energiebereich, müssen zukünftig allerdings ebenso Berücksichtigung finden wie Härtefallregelungen bei Notlagen. Freiwillige zur Mitarbeit zu gewinnen fällt allerdings in den Selbstverantwortungsbereich der Vereine.

Roland Wössner

: „Vereine und ehrenamtliches Engagement sind tragende Säulen unserer Gesellschaft und unseres Gemeinwesens. Die Stadt stellt dafür Mehrzweckhallen und Freiflächen zur Verfügung und trägt zum Unterhalt bei.

Ich würde den Vereinen für die Jugendarbeit finanzielle Unterstützungen zusichern. Darüber hinaus sind Sponsorenverträge mit der Wirtschaft sinnvoll. Dafür würde ich werben.

Björn Klotzbücher

: „Ich halte es für richtig, die Vereinsförderung – wie in Donaueschingen geschehen – an die Jugendarbeit der Vereine zu knüpfen. Das gerade auch vor dem Hintergrund, dass über die Jugendarbeit auch die Ehrenamtlichen von morgen in die Vereine gebracht werden. Ein großer Aspekt der Vereinsförderung ist für mich darüber hinaus das Schaffen der richtigen Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsbetrieb der Vereine. Städtische Hallen beziehungsweise städtischer Raum muss für die Vereine zu Konditionen zur Verfügung stehen, die einen wirtschaftlichen Erfolg von Veranstaltungen ermöglichen.

Freiwillige für verantwortungsvolle Aufgaben zu begeistern beginnt für mich damit, den engagierten Menschen meine ehrliche Wertschätzung zu vermitteln, die Rolle des Ehrenamtes für die Funktionsfähigkeit der sozialen Strukturen zu betonen, aber auch deutlich zu machen, wie sehr mich selbst die Übernahme ehrenamtlicher Verantwortung in meinem bisherigen Leben weitergebracht hat.

Daneben ist es wichtig, Ehrenamtliche mit ihren Aufgaben nicht alleine zu lassen. Das Hineinwachsen in Verantwortung muss immer auch durch fachliches und methodisches Training in Führungsaufgaben unterstützt werden, sei es durch professionelle Schulung für bestimmte Aufgaben oder durch ältere, erfahrene Ehrenamtliche. Inwieweit sich an dieser Stelle die Stadt stärker engagieren kann, sollten wir prüfen.“


Bürger-Fragen

Fragen zum Wahlforum können an die SÜDKURIER-Redaktion geschickt werden per Mailan donaueschingen.redaktion@suedkurier.de oder per Fax unter 0771- 85065590.

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