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Donaueschingen Vaude-Chefin spricht in der Kanzel

Antje von Dewitz in St. Johann. Veranstaltungserie geht am 6. März weiter. Firmenchefin setzt auf nachhaltige Produktion.

Die 2003 gegründete Veranstaltungsreihe der Donaueschinger Kanzelreden, mit der der inzwischen umbenannte Kirchenförderverein und die Pfarrei das Darlehen der erfolgten Stadtkirchen-Sanierung abtragen helfen, hält sein Niveau als eine der hochkarätigsten Veranstaltungsreihen in der Region auch 2016 bei. Ministerpräsident Kretschmann, Professor und Steuerexperte Paul Kirchhof, der frühere Ministerpräsident Erwin Teufel oder auch Otto von Habsburg schmücken unter anderem diese Reihe. Bei der inzwischen 19. Kanzelrede am Sonntag, 6. März, 17 Uhr, in St. Johann wird Antje von Dewitz die Kanzel besteigen. Ein Klacks, denn sie ist Geschäftsführerin bei Vaude, dem Ausrüster von Wanderern und anderen Outdoor-Aktivisten in Tettnang.

Vater Albrecht von Dewitz stammte aus Ostpreußen. 1974 hatte es ihn mit seiner Frau aus Celle an den Bodensee verschlagen, wo der passionierte Bergfreund bald begann, Rucksäcke für Bergtouren herzustellen.

Diese Liebe zur Natur teilt seine Tochter Antje offensichtlich, denn erst im November wurde Vaude für die umweltfreundliche Unternehmensphilosophie von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Über dieses Thema wird die Protestantin wohl auch sprechen. Genau festgelegt ist es aber noch nicht.

Antje von Dewitz, Jahrgang 1972, ist Diplom-Kulturwirtin und Mutter von vier Kindern. Vor der Übernahme der Geschäftsführung war sie ab 2005 Marketingleiterin bei Vaude. 2009 hat sie die Geschäftsführung von ihrem Vater Albrecht von Dewitz übernommen. Ihr Ziel war es, bis 2015 nachhaltigster Sportartikelhersteller Europas zu werden. Das hat sie erreicht.

Wahrscheinlich gerät die Fahrt vom Bodensee zur Kanzelrede auf der Baar auch noch zum kleinen Familientreffen bei Kaffee und Kuchen vor der Rede in der Kirche, denn Antje von Dewitz' Schwester Kerstin ist seit Jahren in Donaueschingen verheiratet.


Verein sucht Mitglieder

Die Kanzelreden des Vereins halten die teure Kirchensanierung in Erinnerung und tragen selbst zur Schuldentilgung bei. Bei Martin Richenhagen, Chef des US-Landwirtschaftsgiganten Agco und bislang letztem Kanzelredner, blieben 1700 Euro im Klingelbeutel hängen.

Zwischen 20 000 und 25 000 Euro sammelt der Kirchenförderverein über Mitgliedsbeiträge, üppige Spenden zu Weihnachten oder Aktionen auf Herbstfest und Weihnachtsmarkt jährlich für die Schuldentilgung ein.

Mit der Namensänderung von Kirchbauverein in Kirchenförderverein hat der Verein sein Geber-Spektrum erweitert. Künftig will man beispielsweise auch Kindergärten unterstützen. Umgekehrt erhofft sich der Verein neue und jüngere Mitglieder, die bis zum Alter von 40 Jahren 30 statt 50 Euro Jahresbeitrag zahlen. Hintergrund: Die Zahl der Mitglieder ist von rund 215 auf unter 170 gesackt, weil ältere Mitglieder versterben und neue ausbleiben. (gvo)

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