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Donaueschingen Security-Dienste immer mehr gefragt

Die fünfte Jahreszeit ist die Zeit des Feierns. Viele Bälle im Städtedreieck sorgen für gute Unterhaltung und die Umzüge runden das Bild der bunten Fasnet ab. Doch während sich andere amüsieren, sorgt die Narretei bei den Sicherheitsdiensten für Hochkonjunktur.

Kaum eine Veranstaltung kommt heute noch ohne professionellen Security-Dienst aus. Die Hüfinger Firma Black Security profitiert von dieser Entwicklung. Absichern von Großveranstaltungen wie das Bräunlinger Narrentreffen vor einem Jahr oder die Fasnetbälle in der Region gehören zu ihrem Alltag. Auf Kadir Engin, Geschäftsleiter des Security-Unternehmens, und sein Team wartet jetzt viel Arbeit. Übermäßiger Alkoholgenuss und minderjährige Gäste zu später Stunde stellen dabei die Hauptaufgaben dar.

Mitarbeiter müssen im Dienst einiges aushalten

An der Fasnet benötigen die insgesamt 30 Mitarbeiter der Firma vor allem eines: Geduld und ein hohes Maß an Toleranz. Denn die Gäste sind besonders an den Tagen zwischen dem Schmutzige Dunnschtig und Aschermittwoch in Feierlaune. Während die meisten Gäste sich korrekt verhalten und völlig unauffällig sind, gibt es aber auch immer einen kleinen Prozentsatz an Gästen, der aus der Reihe tanzt. Angefangen von kleinen Späßchen mit dem Sicherheitspersonal, bis hin zu ernsthaften Diskussionen: die Security-Mitarbeiter müssen im Dienst einiges aushalten.

Um dafür gut gerüstet zu sein, werden die Mitarbeiter gezielt geschult. „Es werden die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen, gerade in Bezug auf den Jugendschutz, besprochen, aber auch Erfahrungen im Umgang mit alkoholisierten Gästen besprochen“, erklärt Engin. Besonders bei den Fasnetbällen gilt es die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu gewährleisten. Einlass haben dort bereits 16-jährige Jugendliche, allerdings ist für sie um Mitternacht die Party zu Ende. Dann müssen sie nach Hause. Ausnahmen gibt es nur dann, wenn die Minderjährigen eine Genehmigung der Eltern dabei haben, dass sie im Beisein eines volljährigen Begleiters länger da sein dürfen.

„Ob die so genannten Mutti-Zettel überhaupt akzeptiert werden, entscheidet der Veranstalter“, weiß der Geschäftsleiter. Jede Menge Tricks haben sich Jugendliche schon einfallen lassen, um doch länger bleiben zu können. Zum Beispiel wird gerne mit Armbändchen getrickst, die die Minderjährigkeit farblich anzeigen sollen. Um dies zu vermeiden, hat das Unternehmen eigens Armbänder produzieren lassen, die nicht ohne weiteres kopiert oder getauscht werden können. „Wir gehen das Thema streng an“, sagt Engin. Wobei er auch erklärt, dass die allermeisten Jugendlichen sich vernünftig zeigten und nach Aufforderung des DJs die Veranstaltung fröhlich und dankend verlassen würden. Ausreißer gebe es dann aber doch immer wieder – auch dann, wenn zu viel Alkohol im Spiel sei. „Wenn es Sanitäter-Einsätze gibt, dann meist wegen jungen Gästen, die oft ihr Maß nicht einschätzen können“, weiß der Security-Mann.

Juristisch schnell in einer Grauzone

Doch nicht nur die jungen Narren schauten gerne zu tief ins Glas – an der Fasnet trinke jeder gerne etwas mehr als zu anderen Feierlichkeiten. In kritischen Situationen gelte es, vor allem Ruhe zu bewahren. „Wir sind dafür da, Probleme ruhig und verbal zu lösen. Ist das nicht möglich, rufen wir die Polizei zur Hilfe“, erklärt Engin. Denn die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma bewegen sich juristisch ganz schnell in einer Grauzone, wenn es zu Handgreiflichkeiten kommt.

Vor einer Veranstaltung informiert sich die Firma über die Örtlichkeit, Kapazität der Halle, Anzahl der Notausgänge und die Zahl der zu überwachenden Eingänge, damit festgelegt werden kann, wie viele Mitarbeiter zum Einsatz kommen müssen. Während ihrer Arbeit kommunizieren die Mitarbeiter über Funk, um schnellstmöglich auf Situationen reagieren zu können.

Die Einsätze in einer großen Halle seien wegen der guten Übersichtlichkeit leicht zu meistern. Straßenveranstaltungen müssen anders angegangen werden. Hier geht es darum, mit Streifendienst den Menschen ein Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

Black Security

Die Firma Black Security besteht seit 2003 und hat ihren Sitz in Hüfingen. Geschäftsführer ist Bulent Tumkaya. Die Firma beschäftigt rund 30 Mitarbeiter, darunter auch vier Frauen. Alle Mitarbeiter werden geschult und haben den Sachkundenachweis nach § 34a der Gewerbeordnung. (maf)

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