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Donaueschingen Schüler in der Schuldenfalle

29.11.2011
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Donaueschingen – Geld geliehen haben sie sich alle schon. Für den Kauf eines neuen Handys oder einer modischen Jeans haben die Teilnehmer des Projekts „Konsum geplant – Budget im Griff“ an der Eichendorffschule in Donaueschingen schon einmal Schulden gemacht.

Und damit sind sie nicht alleine. Bei insgesamt 22 Prozent der 18- bis 25-jährigen Deutschen ist das Konsumverhalten der Auslöser für eine Überschuldung.

Um gegen diesen Trend vorzugehen, besucht die Stiftung „Deutschland im Plus“ Schulen im ganzen Land. Gestern hat sie an der Eichendorffschule Station gemacht. „In zwei Schulstunden informieren wir die Neuntklässler über das Thema Verschuldung“, erklärt Michaela Krebs von der Stiftung „Deutschland im Plus“ und fügt hinzu: „Wir klären die Frage, warum so viele Menschen überhaupt in die Schuldenfalle tappen. Wir erarbeiten gemeinsam Budgetpläne, sprechen über die Themen Kredite und Privatinsolvenz und geben praktische Tipps für den Umgang mit dem eigenen Taschengeld.“

Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung der Volksbank Villingen. „Wir sorgen dafür, dass insgesamt sechs Schulen aus der Region an dem Projekt teilnehmen können“, sagt Werner Blum, Vorstandsmitglied der Volksbank-Stiftung. Damit könne man rund 450 Schüler erreichen.

„Mit einer ausreichenden finanziellen Grundbildung können sich diese Jugendlichen dann schon früh vor einer möglichen Überschuldung schützen und somit Fehler beim Start in die eigene Verantwortung vermeiden“, erklärt Martin Böhm, Regionalleiter der Volksbank in Donaueschingen.

Die Überschuldung von Jugendlichen sei an den Schulen inzwischen ein großes Thema, stellt auch Rektor Reinhard Zatschler fest. „Die Schule kann dieses Problem nicht alleine in den Griff bekommen. Daher sind wir dankbar, dass Experten mit diesem Thema auf uns zugekommen sind“, sagt er.

Einen großen Stellenwert beim Schulprojekt „Konsum geplant – Budget im Griff“ nehme das Thema Handy ein, so Michaela Krebs. „Da geht es zum Beispiel darum, dass man auch mit aufladbaren Karten ins Minus rutschen kann.“ Das sei nicht allen Schülern bewusst. „Erschreckend ist auch, dass es oft um hohe Summen geht“, sagt Martin Böhm, „da geht es nicht um 20 Euro, sondern um mehrere hundert Euro.“ Dem Finanzexperten ist eines daher besonders wichtig: „Wir möchten die Probleme der Schüler jetzt anpacken, denn später wird es sicher nicht einfacher.“

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