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Donaueschingen Rettung für Ungarn-Hunde

23.02.2012


Ein einzigartiges Projekt hat das Donaueschinger Kreistierheim jetzt angestoßen: Tiere, die von der Ungarn-Hilfe nach Deutschland gebracht wurden, sollen an neue Hundebesitzer vermittelt werden, berichtet Michael Schulze vom Tierheim.Sollen Hunde oder Katzen aus dem Ausland wirklich adoptiert werden? Aber was ist die Alternative?

Sollen die Tiere im Ausland einfach vergessen und ihrem Schicksal überlassen werden? Diese Frage stellt sich auch der Vorsitzende des Trägervereins, Andreas Kuchelmeister, der dieses Projekt angestoßen hat. In vielen europäischen Ländern werden herrenlose Tiere schon nach drei Tagen getötet. Wenn sie Glück haben, sind es drei Monate, berichtet Michael Schulze. „Tierheime, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es in Süd- und Osteuropa nicht“, ergänzt Schulze. Dort gelten Heime, so die Donaueschinger Tierschützer, als reine Tötungsstationen, wie beispielsweise die „Perreras“ in Spanien und die „Deponien“ in Ungarn. Die wenigen Tierasyle im Ausland, die von ansässigen Tierschutzorganisationen geleitet werden, seien mit dem Standard deutscher Tierheime nicht zu vergleichen. Nicht selten werden sie von deutschen Organisationen unterstützt. Und doch sterben dort viele Tiere an Unterernährung, fehlender medizinischer Versorgung oder im Winter mangels beheizbarer Räume. Vielerorts sind die Tiere, gerade Straßentiere, für den Menschen nichts anderes als eine lästige Plage und werden auch so behandelt. Sie werden gequält oder im Stich gelassen. „Wir hoffen, man kann nun verstehen, warum uns diese Tiere so sehr am Herzen liegen“, so der Appell der Tierheimleitung.

Im Donaueschinger Tierheim stehen folgende Hunde aus Ungern zur dringenden Vermittlung an: Der Rüde Viktor ist zirka sieben Jahre alt, er ist noch recht ängstlich, was sich aber bei entsprechender Haltung ändern müsste. Der Viszla-Mix lebte mehrere Jahre auf der Straße. Flip, ein quirliger Terrier-Mix, ist erst im August 2010 geboren. Er ist sehr liebebedürftig und verschmust. er Hund Doppi ist ein Setter-Mix (drei Jahre) und ebenfalls sehr umgänglich. Die schüchterne Schäferhündin July kam in einem desolaten Zustand nach Deutschland und wird derzeit gegen Milbenbefall behandelt. Der zehnjährige Falco, ein Hasky-Rottweiler-Mix, ist zwar nicht aus Ungarn, steht aber ebenfalls zur Vermittlung an.

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