Als um 18.55 Uhr das vorläufige Auszählungsergebnis feststand, interessierten vor allem zwei Zahlen. Die Zustimmung jener, die zur Wahlurne gingen, fiel extrem hoch aus. Die Wahlbeteiligung blieb bescheiden mit 34,9 Prozent der Wahlberechtigten. Beides freilich keine Überraschungen.
In bisher acht Jahren Amtszeit hatte es der CDU-Mann Thorsten Frei in erstaunlichem Maße geschafft, mit allen politischen Lagern der Stadt Einvernehmen in wichtigen Angelegenheiten und Weichenstellungen herzustellen und die Zustimmung quasi aller Bevölkerungsgruppierungen von Amtsjahr von Amtsjahr zu mehren. So unumstritten sitzt er im Sattel, dass keinem Herausforderer der Aufwand lohnend schien, gegen Frei jetzt anzutreten.
Eine in gleichem Maße hohe Wahlbeteiligung blieb dem wiedergewählten Stadtchef verwehrt. Auch hier spielte, so die Kommentare direkt nach der Wahl, wohl die überragende Zufriedenheit der Bevölkerung eine Rolle. Warum zur Wahl gehen, wenn es am Ausgang ja doch nichts zu zweifeln gibt? Außerdem hielt das ausflugsfähige Spätsommerwetter viele vom Gang in die Wahlkabine ab.
SÜDKURIER-Themenpaket zur Oberbürgermeisterwahl in Donaueschingen: Hier finden Sie alle Nachrichten und Bilder rund um die OB-Wahl in der zweitgrößten Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Seit Donaueschingen 1992 zur Großen Kreisstadt erhoben wurde, gilt für das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Dieser wird von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von acht Jahren direkt gewählt und ist Vorsitzender des Gemeinderates.
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