Die Donauhallen, die Baarsporthallen, die Lucian-Reich-Schule in Hüfingen oder die Stadthalle Bräunlingen sind vier der größten Maßnahmen. Und um die Hausbesitzer zum Energie sparen zu animieren, hat der Gemeinderverwaltungsverband die Kampagne „Mein Haus hat Zukunft“ initiiert. Diese Kampagne richtet sich an Besitzer von Wohngebäuden bis zum Baujahr 1985.
Und was tun Unternehmen, die sehr viel Energie benötigen, für ihren Geldbeutel und die Umwelt? Seit mehr als einem Jahrzehnt wird beispielsweise die Brauabwärme unter dem Namen Brigachschiene zur Beheizung des Donaueschinger Stadtkerns genutzt. Auf vielen Fabrikdächern produzieren Photovoltaikanlagen Strom, auch Wärme, die bei Produktionsprozessen entsteht, wird genutzt, unter anderem bei Frei-Lacke in Döggingen. Gedanken hat sich sicherlich jeder Unternehmer schon gemacht, aber die Umsetzung kostet Zeit und Geld. Und wird das Geld auch am effektivsten eingesetzt.
Um das Optimum aus den Einsparmöglichkeiten zu erreichen, hat das Umweltbüro des Städtedreiecks zusammen mit der Klimaschutz und Energieagentur (KEA) in Karlsruhe, die unter anderem zur verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien beiträgt, ein Energie-Effizienz-Netzwerk für Unternehmen entwickelt. Große Gewerbefirmen aus unterschiedlichen Fachrichtungen sollen ihre Energiefachleute zusammenbringen, um zusammen zu entscheiden, wie Energie gewonnen und eingespart werden kann. Was haben andere Firmen, was ich nicht habe? Warum ist der Energieverbrauch bei diesen Unternehmen geringer als bei uns? Und wie können in diesem Bereich Kosten gesenkt und der Klimaschutz verbessert werden?
Die Resonanz auf die Initiative des Umweltbüros Donaueschingen von diesen Treffen schon erhalten. Einige große Unternehmen der Region haben sich dem Netzwerk angeschlossen. „Besonders den gegenseitigen Erfahrungsaustausch schätzt die Firma Dynacast sehr“, sagt Franz Troll, Ansprechpartner für dieses Projekt bei Dynacast in Bräunlingen. Vor zehn Jahren hat Dynacast Energiesparmaßnahmen eingeleitet, die 150 000 Euro Kosteneinsparungen einbrachten. Diesen Erfolg will man nun mit dem gewonnenen Wissen auch Gleichgesinnten ermöglichen. Nun will Dynacast besonders im Bereich der Druckluft durch Wärmerückgewinnung Kosten einsparen.
Die Sto AG in Donaueschingen will durch Wärmerückgewinnung bei Druckluft, Abwärme von Kompressoren und Heizung Energie gewinnen, erklärt Rolf Schütz. Auch die Dögginger Frei-Lacke sind mit von der Partie. „Für uns ist dieses Projekt sehr interessant, die Firmen können miteinander den Energieverbrauch optimieren“, weiß Alois Kuster, Leiter der Betriebstechnik. Das Unternehmen Frei-Lacke, das schon eine Reihe von Energiesparmaßnahmen vorgenommen hat, will nun auch bei der Druckluft Kosten und Umweltbelastung senken.
