Bad Dürrheim (st) Snowkiting ist ein Abenteuer, das nun auch in der beschaulichen Kurstadt angeboten wird. Alles, was man für die Trendsportart braucht, ist Wind, einen Lenkdrachen und - wie jetzt so überraschend - Schnee. Wie man den Kultsport richtig betreibt, das kann man bei dem Bad Dürrheimer Helmut Hils lernen. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Markus Pompl betreibt er die Flug- und Snowkiteschule Schwarzwald-Baar.
Einen Skipass kaufen, am Lift anstehen und in der Menschenmasse bergab wedeln - das war gestern. Der neueste Trend für Skisportbegeisterte nämlich heißt Snowkiting. Immer mehr Wintersportfans gleiten auf einem oder zwei Brettern mit einem Kite, dem Drachen, über verschneite Wiesen und schnuppern bei Sprüngen ein wenig Höhenluft. Und dazu muss man laut Helmut Hils nicht in die Berge fahren: "Bei genügend Schnee kann man in Hochemmingen am Waldcafé starten und Richtung Hirschhalde düsen." Im vergangenen Winter war das aufgrund Schneemangels zwar nicht möglich, doch vor zwei Jahren haben die beiden Kitetrainer die Strecke höchstpersönlich ausgetestet. Bei geeigneten Windverhältnissen könne man das Kitetraining sogar mitten in Bad Dürrheim, nämlich auf der Golfübungsanlage, angehen, erklärt Hils, dass er hier mit dem Sportpark kooperiere. Am Anfang allerdings steht immer die Theorie, denn ein paar Grundlagen müssen einfach sein, weiß Hils aus Erfahrung. Wer dann weiß, was Luv, Lee und ein Windfenster sind und somit auch beurteilen kann, wann und wo es Wind gibt, der kann damit beginnen, sich über die Schneefläche ziehen zu lassen.
Snowkiten sei für alle geeignet, die Ski- oder Snowboard fahren können, berichten die Profis. Die Fun-Sportart sei auf Skiern jedoch deutlich einfacher als mit dem Snowboard, fügt Hils hinzu. Er selbst hat den Einstieg zu dem rasanten Skisport in der Ebene über das Kitesurfen in der Karibik gefunden. Doch nicht nur Hils ist begeistert von der Trendsportart, sein Geschäftspartner Markus Pompl ist sogar deutscher Meister im Snowkiten. Eine Schneedecke wie derzeit von zehn bis 20 Zentimetern reiche schon aus, hofft Hils, dass der Schnee noch ein bisschen liegen bleibt.
Sicherheit und kleine Trainingsgruppen haben oberste Priorität bei Hils und Pompl, die versichern, nie mehr als vier Personen in einem Kurs zu unterrichten. Apropos unterrichten: Helmut Hils gibt schon lange Kurse im Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen und anderen Outdoor-Sportarten. Und genau deshalb hat der Sportler, der seit nunmehr 18 Jahren in der Kurstadt lebt, im vergangenen Jahr die Firma "Schwaba Events gegründet". "Der Begriff Schwaba steht für Schwarzwald-Baar", erklärt Hils lachend, wohlwissend, dass der Name schon viele abenteuerliche Spekulationen ausgelöst hat. Übrigens: Sollte der Schnee hier dann doch nicht ausreichen, hat das junge Unternehmen, das in der Bad Dürrheimer Sonnenstraße ansässig ist, für Snowkiter auch Flüge von Donaueschingen zum Silvaplanersee bei St. Moritz oder zum Berninapass im Angebot.
Informationen im Internet:
www.snowkiteschule-baar.de