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Donaueschingen Mit Fürstenberg-Fröschen ins neue Jahr

Donaueschingen – Es gibt Sendungen, da können sich Eltern am Sonntagmorgen guten Gewissens im Bett noch einmal umdrehen und dem Nachwuchs erlauben, den Fernseher anzuschalten. Dazu gehört der vom Südwestrundfunk produzierte Tigerenten-Club.

Grün ist die Farbe der Frösche: Die Schüler der 6 d und 6 f des Fürstenberg-Gymnasiums im Göppinger Tigerenten-Club-Studio.
Grün ist die Farbe der Frösche: Die Schüler der 6 d und 6 f des Fürstenberg-Gymnasiums im Göppinger Tigerenten-Club-Studio. | Bild: Bilder: SWR/Alexander Kluge

Dabei handelt es sich um eine Show, bei der zwei Schulklassen gegeneinander antreten. Abgefragt wird dabei das Wissen der Schüler. Und ihre Sportlichkeit müssen sie auch unter Beweis stellen.

Die Idee, beim Tigerenten-Club Fernsehluft zu schnuppern, kam von den Jungs und Mädchen der 6f des Fürstenberg-Gymnasiums selbst. Lehrerin Angelique Ploh brachte sich erst in die Organisation ein, nachdem die Schüler das Bewerbungsschreiben an den SWR geschickt und eine Zusage erhalten hatten. Sie selbst war sofort Feuer und Flamme. Denn so ein Fernsehauftritt schweiße die Klasse zusammen und möglicherweise habe der Besuch beim Fernsehen dem einen oder anderen Schüler eine Perspektive für die berufliche Zukunft aufgezeigt.

Vor der Fahrt ins Göppinger SWR-Studio galt es noch, einen Fanblock für die eigene Mannschaft zu finden. Da musste natürlich nicht lange gesucht werden, die Schüler der 6d und deren Klassenlehrerin Mirza Metap waren gerne bereit, in die Rolle der Publikumskinder zu schlüpfen. Die vier Spielekinder, sie stehen bei dem Quiz im Mittelpunkt, stellte die 6f. Vera Moosmann, Ricarda Oschwald, Daniel Roth und Maxim Koluzganov wurden von ihren Klassenkameraden in geheimer Wahl dazu bestimmt, die Frösche an vorderster Front zu repräsentieren. Frösche? Beim Tigerenten-Club ist es immer so, dass Frösche gegen Tigerenten antreten. Die Tigerenten und damit die Gegenspieler der Donaueschinger kamen von der Göppinger Schiller-Realschule. Die Fürstenberg-Frösche, so berichtet Angelique Pohl, haben sich auf ihr TV-Gastspiel vorbereitet. Aber nicht übertrieben, erzählt die Lehrerin.

Die Spielekinder der 6f (hinten von links): Vera Moosmann, Ricarda Oschwald, Daniel Roth und Maxim Koluzganov. Vor ihnen sitzen (von links): Studiogast und Boxerin Natascha Guthier, die Moderatoren Pete Dwojak und Katharina Gast sowie Lehrerin Angelique Ploh.
Die Spielekinder der 6f (hinten von links): Vera Moosmann, Ricarda Oschwald, Daniel Roth und Maxim Koluzganov. Vor ihnen sitzen (von links): Studiogast und Boxerin Natascha Guthier, die Moderatoren Pete Dwojak und Katharina Gast sowie Lehrerin Angelique Ploh. |

Lediglich in den obligatorischen Karaoke-Auftritt habe man etwas mehr Zeit investiert und Musiklehrer Holger Stodtmeister steuerte dazu sein Know-how bei. Die potenziellen Fernsehzuschauer können sich sicher sein: Wenn das Lied „There is something in the water“ von Brooke Frazer angestimmt wird, dann muss sich niemand fremdschämen.

Zu Beginn der Aufzeichnungmussten sich die Spielekinder vorstellen. Dabei traten die jungen Fürstenberg-Gymnasiasten ganz selbstsicher auf: „Ich gewinne, weil ich jedes Buch verschlinge“. Oder: „Wir gewinnen, weil die Frösche die Karate-Kids sind. “ Und wie hat die 6f jetzt abgeschnitten? Darüber wollen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens decken. Von wegen der Spannung und Vorfreude. Damit verraten wir auch nicht, ob Angelique Ploh baden ging – denn diese Konsequenz droht dem Lehrer der geschlagenen Mannschaft. Nur so viel sei preisgegeben: Ihren Geldpreis stifteten die Donaueschinger Schüler an „KRASS“, einer Kinder-Kultur-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder aus ärmeren Verhältnissen die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen.

„Den Kindern aus beiden Klassen hat's prima gefallen.“ So lautet das Resümee von Angelique Ploh. Sie wäre sofort dabei, wenn wieder eine Klasse beim Tigerenten-Club mitmachen möchte. Auch die Fernsehleute behält sie in bester Erinnerung, sie spricht von sehr qualifiziertem Personal. Egal ob die beiden Moderatoren, Techniker und Redakteure, alle SWR-Mitarbeiter seien ganz sympathisch gewesen und wären super mit den Kindern umgegangen. Und zwar nicht nur während der Aufzeichnung, sondern auch davor und danach. Vor allem die Spielekinder hätten einen guten Eindruck davon gewinnen können, wie es hinter den Kulissen des Fernsehens so aussieht – von der Maske bis zum Schnitt. Die Begeisterung beruht übrigens auf Gegenseitigkeit. „Mir wurde gesagt, dass wir jederzeit wiederkommen dürfen“, erzählt Angelique Ploh mit glänzenden Augen. Sie kündigt für den Neujahrsmorgen Spannung bis zum Rodeoritt an, dem traditionell letzten Kräftemessen beim Tigerenten-Club.

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