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Donaueschingen Missbrauchsprozess: Vater fühlt sich unschuldig

09.09.2010
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Im Missbrauchsprozess gegen einen Familienvater hat das Amtsgericht Donaueschingen heute in langen Anhörungen viele angeklagte Fälle rekonstruiert. Der Angeklagte blieb bis zum Abend dabei, nichts Unrechtes getan zu haben. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Die Geschichte spielt in einem Donaueschinger Teilort. Die Familienverhältnisse seien zerrüttet, lauteten Aussagen, zwei Töchter befinden sich in psychischer Behandlung, die Mutter hat sich ins Ausland abgesetzt. Der Vater und Angeklagte ist als Lehrer im Schwarzwald-Baar-Kreis tätig.

Als die Tochter sieben bis elf Jahre alt war, soll der Vater in vielen Fällen sexuell gegen sie übergriffig geworden sein. Erst jetzt hat sich die inzwischen erwachsene Tochter offenbart und damit das Strafverfahren ausgelöst.

Laut Erläuterungen vor Gericht unterzog der Vater seine Tochter und vier weitere Geschwister jahrelang einem bizarren „Reinigungs-Appell“: Immer nach dem Baden oder Waschen mussten sie nackt vor ihn treten, der Vater beschnüffelte sie dann an Achselhöhlen, Scham und After auf unangenehmen Geruch. Der Angeklagte streitet das nicht ab, will aber dabei nie sexuelle Regungen gehabt haben. Bis zum Schluss des Verhandlungstags blieb er bei der persönlichen Überzeugung, nichts Unrechtes getan zu haben. Bestritten wird von ihm, dass es beim Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten zu Griffen unter die Bettdecke gekommen sei. 260 mutmaßliche Missbrauchsfälle an dem Mädchen sind angeklagt.

Die Öffentlichkeit des Verfahrens führte der Angeklagte selbst herbei, indem er einen vorausgegangenen Strafbefehl über eine Haftstrafe von zehn Monaten ablehnte. Bei diesem Strafmaß werde es nun sicher nicht mehr bleiben, kündigte der Richter an. Gestern wurden zwei Töchter der Familie stundenlang verhört.

Auch ein guter Freunde der Familie, früherer Lehrer einer Donaueschinger Schule, soll sich dem Mädchen genähert haben. Das Mädchen hatte privaten Musikunterricht bei ihm, er soll ihr in die Hose gegriffen haben. Gegen den Mann, der bereits früher einschlägig verurteilt wurde, sollen neue Ermittlungen wegen mutmaßlicher Übergriffe auf das Mädchen und andere Kinder laufen.

Donaueschingen
moralparasit
na sonst im allgemeinen, kann sicher nichts kommen.
absolut
nichts dagegen, dass solche Väter, wenn es denn so stimmt,, an den Pranger sollten.
Schule und Schüler
Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf von erwachsenen Lehrern unterrichtet zu werden.
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