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Donaueschingen Los geht die Suche nach Fasnet-Zukunft

11.07.2012
Donaueschingen -  „Wenn das so weiter geht, überlebt die Eschinger Fasnet die nächsten zehn Jahre nicht mehr.“ – Alarm-Prognose von einem, dem die gute alte Fastnachts-Geselligkeit ein wichtiges Anliegen ist. Gemeinsam mit ein paar Verbündeten nimmt er deshalb den Rettungsversuch in die Hand.

Damit die Eschinger Fasnet wieder zum fröhlichen Volksfest wird, wie hier beim Aufener Ball 2012 erahnbar: Ein Runder Tisch soll frische Ideen für Neuerungen entwickeln.  Bild: SK-Archiv

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Clemens Willmann, Donaueschinger Arzt und Mitglied der bekannten Fasnet-Musiktruppe „Stadtstreich(l)er“, ruft alle Gleichgesinnten zum gemeinsamen kreativen Nachdenken auf: Wer hat frischen Ideen und Konzepte im Sinn, um den chronischen Publikumsschwund der früher so beliebten Straßen- und Gasthausfastnacht zu stoppen? Am Donnerstag, 27. September, ab 20.11 Uhr, findet in einem Raum der Fürstenberg-Brauerei ein öffentlicher Gedankenaustausch dazu statt.

Die Eindrücke der jüngsten Narrensaison, mit noch spärlicher besuchten Fastnetrunden als schon zuvor, brachten den Entschluss zu Wege: Da muss etwas geschehen. Als die „Stadtstreich(l)er im SÜDKURIER einen Runden Tisch der Fastnet-Retter anregten, sprangen Frohsinn-Zunft und andere durchaus auf den Vorstoß an. Viel verbale Unterstützung habe es seither gegeben, bilanziert Clemens Willmann, bei dem die Reaktionen zusammenlaufen.

Ob den anfeuernden Kommentaren auch konstruktive Mitarbeit folgt, wird sich jetzt zeigen. Diese Tage laden die „Stadtstreich(l)er“ schriftlich Zunft, Vereine und Gruppen, Gastwirte und närrisch bewegte Privatleute zum Septemberhock ein. „Wir sind auf den Rücklauf sehr gespannt“, sagt Willmann.

Drei sind bereits fest im Boot. Frohsinn-Zunftchef Lehmann hat sich gestern als einer der ersten angemeldet. Der städtische Kulturchef Georg Riedmann wird den Abend moderieren und somit auch ein Signal setzen, dass der Erhalt lebendigen fastnächtliche Brauchtums ein stadtgemeinschaftliches und touristisches Anliegen ist.

Regina Gerschermann, Marketingleiterin der Fürstenberg-Brauerei, hat für ihr Haus Unterstützung für die erste konkrete Idee signalisiert: Willmanns Truppe will eine Wirtschaftsfasnet etablieren. „Fastnachtergruppen, die von Lokal zu Lokal ziehen und vor närrischem Publikum Stimmung machen, das kommt in anderen Städten schon richtig gut an“, weiß der Spaßmusik-Reisende Willmann.

Das sei nur eine denkbare Ideen, fertige Lösungen haben wir nicht parat und hoffen deshalb sehr auf interessante Vorschläge und gemeinsam erarbeitete Ansätze“, so Willmann.

Bei der Ideensuche helfen könnte ein Überraschungsgast am 27. September, der nichts mit der Eschinger Fasnet zu schaffen hat und mit uneingefahrenem Blick auf das Ermüdungsproblem der Fasnettradion schauen will.

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