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Donaueschingen Kirchensanierung ist größtes Projekt

2016 wird in Heidenhofen einiges investiert. Dorf ist dieses Jahr Teil des ELR-Programms.

Die kleinste Donaueschinger Teilortschaft punktet vor allem mit ihren kommunikativen Veranstaltungen, die das Leben in dem aktuell 230 Einwohner zählenden Dorf reizvoll machen. Damit das auch in Zukunft so sein kann, soll in Heidenhofen in 2016 weiter investiert werden. Vor ungewöhnlich vielen Zuhörern berichtete Ortsvorsteher Reinhard Merkle in der Ersten Gmond im Rathaus gestern über die für 2016 im städtischen Haushalt vorgesehenen Maßnahmen.

Das größte Projekt ist die Renovierung der Pfarrkirche St. Hilarius für über 600 000 Euro, ein Bauprojekt der Pfarrgemeinde, das die Stadt mit zehn Prozent der Gesamtkosten bezuschusst. Weitere 160 000 Euro sind für das schon lange angemeldete neue Feuerwehrfahrzeug eingestellt. Wenn das Beschaffungsverfahren wie geplant läuft, kann das neue Einsatzfahrzeug im ersten Halbjahr in Heidenhofen ankommen. Eine Gedenkminute gab es in diesem Zusammenhang für den verstorbenen Arnold Rothweiler, der sich um die Ortsteilwehr verdient gemacht hat und sich auch als Ortschaftsrat engagiert hatte.

Darüber hinaus steht für 2016 ein ganzes Paket kleinerer Maßnahmen in der Ortschaft an: Umfangreiche Renovierungsarbeit im Gemeinschaftsraum mit Installation eines Beamers samt Leinwand und Soundanlage und Modernisierung der Schließanlage, Anstreicherarbeiten am Rathaus, kleine Sanierungsarbeiten am Backhiesli und am WC-Häuschen sowie Fäll- und Pflanzarbeiten auf dem Friedhof. Langfristig soll der Gemeinschaftsraum als Brandschutzmaßnahme auch eine Außentreppe erhalten.

Gemeinsam mit Hubertshofen kommt Heidenhofen 2016 in das Förderprogramm „Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR). Ziel ist, durch entsprechende Förderung von öffentlichen und privaten Baumaßnahmen Ortschaften attraktiv zu gestalten.

Investiert wurde in 2015 unter anderem in die Regulierung des Abflusses bei Starkregen an der Töllestraße, in die Sanierung der Bankette am Gemeindeverbindungsweg nach Hochemmingen und weitere Pflanzungen am Übriggraben. Der Bolzplatz wurde samt Toren saniert. Für den gesundheitshalber ausgeschiedenen Jagdpächter Sascha Blum ist Förster Manfred Fünfgeld im Jagdrevier II eingestiegen.

„Wichtig ist für Heidenhofen“, so Ortsvorsteher Reinhard Merkle, „die Ortskernförderung, um Leerstände alter Gebäude abzubauen.“ Das Bauen in Baulücken und die Umnutzung alter Gebäude wird mit 20 000 bis 30 000 Euro von der Stadt gefördert. Als erstes Projekt wurde das Pfarrhaus angemeldet. Von den sechs an der Hermann-Frey-Straße erschlossenen Bauplätzen ist einer in Privatbesitz und zwei sind inzwischen an Bauherren aus Aasen vergeben. Der aktuelle Flächennutzungsplan sieht bereits weitere Erschließungsmöglichkeiten vor.


ELR in Heidenhofen

Das Förderprogramm „Entwicklung Ländlicher Raum“ wird in Heidenhofen so umgesetzt: Im ersten Quartal 2016 findet für alle Interessierten eine Informationsveranstaltung mit Stadtbaumeister Bunse im Ortschaftsrat statt. Dann werden mit einer Fragebogenaktion Bestände und Zeitvorstellungen erfasst und bis zu den Sommerferien 2016 sollen die Pläne vorliegen. Dann können Förderanträge gestellt werden, die hier bewertet und beim Land eingereicht werden. „Es wäre toll, wenn in Heidenhofen zwei bis drei Projekte gefördert werden könnten“, sagt Ortsvorsteher Reinhard Merkle.

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