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Donaueschingen Heidenhofen hofft auf Zuschuss-Segen

Dorfentwicklung soll in weitere Runde gehen. Geld für private Haus- und Hofbesitzer.

Die zweite Dorfentwicklungsrunde geht in Heidenhofen an den Start. Stadtbaumeister Heinz Bunse und Wolfgang Karrer vom Büro Planbaar erläuterten im Ortschaftsrat vor interessierten Bürgern das räumliche Entwicklungskonzept für die Donaueschinger Teilortschaft.

Mit dem ersten Dorfentwicklungsplan entstand vor 25 Jahren aus einem alten, zerfallenen Waschhaus, wie Stadtbaumeister und Planer sich noch erinnern, das Backhiesli. Ein sehr gelungener Coup, mit dem ein zentraler Platz im Dorf entstand, der zu einem Markenzeichen von Heidenhofen geworden ist und zu einem Fest- und Begegnungsort. Nach Aasen, Grüningen, Neudingen und Pfohren hat der Gemeinderat jetzt für Heidenhofen den Einstieg in das Landesförderprogramm Entwicklung ländlicher Raum (ELR) eröffnet. Damit können sowohl private als auch öffentliche Entwicklungsprojekte und die Bebauung von Baulücken gefördert werden.

ELR ist interessant für Privatleute, die ihre Altbauten grundsätzlich sanieren oder etwa Scheunen für Wohnzwecke umnutzen wollen. Ziel des Entwicklungsprogramms ist, die Ortschaft vor allem für Familien mit Kindern attraktiv zu machen, innerörtliche Entwicklung zu fördern und Leerstände abzubauen.

Zur Bestanderhebung werden alle Altbaubesitzer angeschrieben. Auf einem Fragebogen müssen lediglich Nutzung, Gebäudezustand (Dach, Fenster, Treppen, Türen), die Sanierungsmaßnahmen oder Abbruch und Neubau, Kosten und Terminvorstellungen dargestellt werden. Erfasst werden auch Grünflächen und Kulturdenkmäler.

In einem zweiten Planungsschritt werden innerörtliche Grundstrukturen analysiert, welche Bereiche erhalten, verbessert oder entwickelt werden können und ein Rahmenplan erstellt.

Das Terminfenster für den Einstieg in die „Zweite Dorfentwicklung in Heidenhofen“ ist exakt durchgetaktet: Bis Ende März soll die Erhebung des Bestandes im privaten und gemeindlichen Bereich sowie durch Planbaar abgeschlossen sein. Bis Mitte April soll die Bestandsbewertung und Analyse durch das Planungsbüro vorliegen. Und in der zweiten Aprilhälfte werden diese Ergebnisse im Rahmen einer Klausurtagung des Ortschaftsrates vorgestellt und Entwicklungsziele diskutiert. Im Mai wird in einem weiteren Klausurtag ein Entwicklungskonzept für Heidenhofen erarbeitet, das dann im Juni in einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung verabschiedet werden soll.

Die Beantragung der Fördergelder mit Kostenschätzung durch einen Architekten, Finanzierungsplan und Zeitrahmen sind unproblematisch, so Bunse. In jedem Fall müsse aber vor Baubeginn der Bewilligungsbescheid vorliegen. Die einzelnen Projekte können dann schwerpunktmäßig in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Bereits im Oktober, so Karrer, können nach diesem Zeitplan aber schon erste Förderanträge gestellt werden und in 2017 die ersten Zuschussgelder fließen. Für den Einzelfall rät Stadtbaumeister Bunse, die Fördermöglichkeiten über ELR mit den besonderen Fördermöglichkeiten der Stadt Donaueschingen zu prüfen.


Dafür gibt's Geld

Entwicklung Ländlicher Raum

Die umfangreiche Modernisierung von Wohngebäuden wird mit 30 Prozent der Kosten und maximal 20 000 Euro gefördert. Bei Umnutzung einer Scheune beträgt der Förderbetrag 30 Prozent der Kosten und maximal 50 000 Euro je Wohneinheit mit mindestens drei Zimmern. Baulücken werden mit 30 Prozent und maximal 20 000 Euro gefördert. Projekte von Gewerbetreibenden und der öffentlichen Hand können mit bis zu 750 000 Euro gefördert werden. Das Handwerk und Grundversorgungsangebote wie die Einrichtung eines Lebensmittelladens können mit jeweils bis zu 200 000 Euro gefördert werden.

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