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Donaueschingen Diese Freundschaft bleibt bestehen

Deutsch-Französische Gesellschaft feiert. DFG-Neujahrsempfang erstmals im Rathaussaal. Musikschüler umrahmen Abend musikalisch.

Für die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) ist der 22. Januar der Traditionstag des Neujahrsempfangs geworden, denn vor genau 52 Jahren unterzeichneten an diesem Tag Charles de Gaulle und Konrad Adenauer den Elyséevertrag und legten damit den Grundstein für die Aussöhnung der beiden Völker. Der Tag der deutsch-französischen Freundschaft wurde dieses Jahr am Freitagabend erstmals im Rathaussaal begangen. Dies ist auch eine Folge des Abzugs des 110. französischen Infanterieregiments 2014, als dann fast alle französischen Mitglieder der Gesellschaft fehlten.

Mit der Gründung des „Freundeskreises der Ehemaligen“ unter Henri Saragueta und Matthias Lippold wird man aber die alte Tradition und die Herzensangelegenheit, nämlich die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft, mit aller Kraft fortsetzen. Die letztjährigen erfolgreichen Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der DFG sollen ja schließlich kein Endpunkt sein, sondern es geht weiter mit neuen Akzenten, etwa der Intensivierung der Beziehungen zur Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim, zur Partnerschaft mit Saverne und den dortigen Freunden von Saverne Accueil'.

Die enge Beziehung des Jägerbataillons 292 bleibt bestehen, leider musste Oberstleutnant Stühmer wegen dienstlicher Abwesenheit auch seines Stellvertreters die Neujahrsgrüße bestellen lassen. Wie sehr in der DFG die menschlichen Beziehungen als Grundlage der Völkerverständigung und Völkerfreundschaft gewürdigt werden, zeigte Franz E. Mayer, als er einen alten Bericht aus dem Ersten Weltkrieg von Franz Grulers Vater vortrug, der über eine bewegende Geschichte von einer Begegnung mit dem Feind im Nebel am Heiligen Abend 1915 am hart umkämpften Hartmannsweiler Kopf im Elsass erzählt. Alle Anwesenden, der Redner eingeschlossen, konnten sich der Wirkung dieses Beispiels nicht entziehen. Denn es zeigt, wo die wahren Quellen für die völkerübergreifende Freundschaft liegen. Betroffen zeigte sich Präsident Franz E. Mayer über die augenblickliche Situation der Deutschen und Franzosen – „unser Herz blutet, wenn wir an die beiden Attentate bei unseren Freunden in Frankreich denken“ – und er verband seine Gedanken mit einem Appell an uns alle, die Polizei bei ihrer schweren Aufgabe zu unterstützen und ihr zu vertrauen. Mayer bedankte sich sehr herzlich bei Oberbürgermeister Erik Pauly für dessen großzügige Bereitschaft, den Rathaussaal als Hausherr zur Verfügung zu stellen. Pauly wiederum lobte die große Weitsicht der Deutsch-Französischen Gesellschaft, die auch ein wesentlicher Motor der Europäischen Union sei und sehr dazu beigetragen habe, dass aus Erzfeinden Freunde geworden seien. Außerdem wies er darauf hin, dass man ganz bewusst an diesem Tag die Tricolore vor dem Rathaus habe wehen lassen. Acht junge Trompeter und Trompeterinnen aus der Klasse Leopold Reisenauer von der Musikschule haben mit ihrem festlichen und begeisternden Musizieren den Neujahrsempfang würdig umrahmt.

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