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Donaueschingen Die Schulen machen die Musik

08.12.2011
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In Donaueschingen sind immer mehr Projekte und Schulorchester aktiv. Jetzt gibt es auch ein Wahlfach für Grundschüler an der Eichendorffschule.

Donaueschingen – Die Baaremer Orchester-Landschaft ist gut aufgestellt. Dominiert wird die Szene von den Musikvereinen mit ihren Blasorchestern. Denn jede Gemeinde in der Region legt viel Wert auf einen eigenen Klangköper. Doch nicht immer werden die Orchester von einem Verein getragen. Immer mehr Schulen mischen mit eigenen Formationen mit, machen Musik somit zum griffigen Unterrichtsthema und gehen damit auch an die Öffentlichkeit. In Donaueschingen überzeugen beispielsweise die Bläserklassen der Realschule regelmäßig mit Auftritten auf hohem Niveau. Am Fürstenberg-Gymnasium können sich die Schüler gleich in mehreren Chören und Instrumentalgruppen engagieren.

Und jetzt hat auch die Eichendorffschule ein neues Schulorchester, speziell für Grundschüler. Geleitet wird es von Gerhard Eberl, Leiter der Kunst- und Musikschule Donaueschingen. „Hinter dem neuen Orchester steckt das Konzept der sogenannten Musikmanufaktur“, erklärt Eberl, „jedes Instrument ist willkommen und dadurch schaffen wir ein flexibles Ensemble.“

Die Orchesterarbeit ist Wahlfach für die Grundschüler der Eichendorffschule. Ziel des Projektes ist es, die Schüler möglichst früh zum gemeinsamen Musizieren anzuleiten. „Uns geht es nicht in erster Linie darum, mit den Kindern Stücke für Vorspiele einzustudieren“, sagt Gerhard Eberl, „sondern sie sollen lernen, beim Musizieren aufeinander zu hören.“ Elf Schüler machen bisher mit Begeisterung mit.

Konkurrenz wolle man der Musikschule mit diesem Projekt nicht machen, betont Reinhard Zatschler, Rektor der Eichendorffschule. „Wir möchten die Talente unserer Schüler im Bereich Musik frühzeitig fördern und das Wir-Gefühl stärken.“

Ein Problem vieler Schulensembles ist allerdings die mangelnde Kontinuität. „Unser Jugendchor muss jedes Jahr neu aufgebaut werden, weil immer wieder neue Schüler hinzukommen und andere gehen“, sagt Hubert Stinner, Musiklehrer und Chorleiter am Fürstenberg-Gymnasium. Daher könne er lediglich einen Ein-Jahres-Plan für die Chorarbeit aufstellen. „Das hat zur Folge, dass wir kein festes Repertoire haben, sondern ich jedes Jahr schauen muss, was für Sänger habe ich und welche Projekte kann ich mit ihnen umsetzen.“ Leichter hat es da die Realschule mit ihren Bläserklassen. „Die Schüler können sich bei uns in der fünften Klasse für dieses zweijährige Projekt entscheiden“, erklärt Musiklehrer Manfred Schmider. Danach haben die Schüler außerdem die Möglichkeit sich als Bläserklassen-Mentoren zu engagieren und damit weiterhin im Orchester ihrer Jahrgangsstufe zu spielen. „Damit haben wir ein funktionierendes System entwickelt, dass wir nicht jedes Jahr bei Null anfangen müssen“, so Schmider.

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