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Donaueschingen Die Sanierungswerbung ist gelungen

26.11.2011
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Donaueschingen – Auch wenn sie ihre ehrgeizigen Ziele nicht ganz erreicht hat, die Bilanz der Kampagne „Mein Haus hat Zukunft“ kann sich mehr als sehen lassen. An die Besitzer von rund 5000 mehr als 20 Jahre alter Häuser in Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen richtete sich die einjährige Werbekampagne mit dem Ziel, sie für Maßnahmen zur energetischen Sanierung zu gewinnen.

400 energiesparende Sanierungsvorhaben sollten mit der Werbekampagne, die das Umweltbüro des Gemeindeverwaltungsverbandes ins Leben gerufen hatte, insgesamt initiiert und umgesetzt werden, gut 300 sind es letztlich geworden, wie Umweltberater Gerhard Bronner bei der gestrigen Abschlussveranstaltung in den Donaueschinger Donauhallen vorrechnete. Das nötigte auch dem Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, Respekt ab. Mustergültig aufgezogen sei die Kampagne, sie sollte am besten – „man muss ja nicht ständig das Rad neu erfinden“ – in anderen Landesteilen kopiert werden und Nachahmer finden, befand Untersteller sichtlich angetan.

In der bisherigen Form könne „Mein Haus hat Zukunft“ zwar nicht fortgesetzt werden, man stecke aber derzeit in konzeptionellen Überlegungen, die Werbeaktion in modifizierter Form auf regionaler Ebene anzudocken, etwa in Zusammenarbeit mit der regionalen Energieagentur, erläuterte Umweltberater Gerhard Bronner bei seinem Ausblick auf das kommende Jahr – und setzte gleich noch einen drauf: „Ich will eine Wette eingehen.

Ich wette, dass alle Gemeinderäte aus dem Baaremer Städtedreieck, die Häuser der Baujahre vor 1990 besitzen, bereit sind, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen und darauf aufbauend energetische Sanierungsmaßnahmen einzuleiten, deren Kosten sich unterhalb von 10 000 Euro bewegen und sich innerhalb von zehn Jahren amortisieren.“ Welchen Einsatz er leistet, falls er die Wette verliert, ließ Bronner allerdings offen.

Hatte bereits Hüfingens Bürgermeister Anton Knapp als derzeitiger Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbands auf den vielfältigen Maßnahmenkatalog verwiesen, den das Städtedreieck schon seit längerer Zeit in Sachen Energiesparen, Einsatz von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz entfaltet, unternahm Umweltminister Franz Unterstell einen Parforce-Ritt durch die Eckpunkte der Energiepolitik, von denen sich das Land vor dem Hintergrund der eingeläuteten Energiewende leiten lassen will.

Studienergebnisse belegten, so Untersteller, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Baden-Württemberg bis 2020 auf 35 Prozent angehoben werden könne. Großes Potential sieht der Umweltminister insbesondere beim Ausbau der Windenergie und der Photovoltaik. Mit Blick auf Windkraftanlagen liege Baden-Württemberg im Vergleich zu Bundesländern wie dem Saarland oder Rheinland-Pfalz erschreckend weit zurück. „Wir sollten bei aller berechtigten Kritik sehr viel mehr als bislang die Chancen sehen, die der Umstieg auf erneuerbare Energien bietet. Ich bin bereit, diese Debatte zu führen“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.

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