Über 1100 Rassetiere sind übers Wochenende beim Donaueschinger Windhundefestival zu sehen und zu erleben
Donaueschingen (vl) Zum großes Treff der Freunde edler Windhunde wird am Wochenende Donaueschingen. Dort, wo sonst im Stadion rund Weltklassereiter mit ihren Pferden über den Parcours gehen, werden sich am heutigen Samstag und morgigen Sonntag beim Windhundefestival über 1100 Rassetiere mit ihren Herrchen und Frauchen präsentieren. Dieser Event wird an der Donauquelle zum 17. Mal veranstaltet.
Erstmals werden alle Aktivitäten des Festivals auf dem Reitstadionareal organisiert. Vorbei sind die Jahre, in denen die Vorführringe und Stände der Händler über den Schlosspark verteilt waren. Durch diese Zentralisierung versprechen sich Wilfriede Schwerm-Hahne, Präsidentin des Windhundzucht- und Rennverbands (DWZRV), und ihre Mitstreiter eine noch größere Attraktivität der Veranstaltung. Bei der letzten Lagebesprechung der Organisatoren resümierte Touristikamtschef Georg Riedmann gestern zufrieden: „Damit stellen wir erneut unseren guten Ruf als Sportstadt unter Beweis.“
Der Ruf des DWZRV nach Donaueschingen wurde jedenfalls fast in der ganzen Welt gehört. So sind nach den Worten der Präsidentin Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern, aus den USA und Japan mit ihren Hunden bei diesem Spektakel mit von der Partie. Der Titel „Winner Donaueschingen“ gehöre zu den Begehrtesten in der internationalen Windhundeszene.
Der Verband, der auf eine fast 120-jährige Geschichte zurückblickt, stellt diesmal den „Irish Wolfhound“ in den Mittelpunkt seines Treffens. Diese größte Hunderasse der Welt wird im DWZRV seit 100 Jahren gezüchtet. Diese sanften Riesen sollen bei den Rüden eine Schulterhöhe von einem Meter vorweisen und wenigstens 54 Kilo auf die Waage bringen. Nach dem züchterischen Ideal müssen sie „Substanz, Eleganz und Leichtfüßigkeit“ in ihrem Erscheinungsbild vereinen.
Die Geschichte des Windhundes reicht lange zurück. Schon vor 10 000 Jahren sollen sie den Menschen bei der Jagd gedient haben. Heute jagen die bewegungshungrigen Sprinter, von denen es der Greyhound auf stolze 70 Stundenkilometer bringt, fast nur noch den elektrisch gezogenen Hasen hinterher.
Die Besucher, die zu allen Veranstaltungen freien Eintritt haben, können sich nicht nur am Anblick dieser edlen Geschöpfe auf vier Beinen erfreuen, auch über den Charakter der einzelnen Rassen kann man sich informieren. Dabei wird man immer das Lob hören: „Windhunde sind der ideale Familienhund, der nicht bellt, der aber auch sehr viel Bewegung braucht.“ Zum Beweis dieser Behauptung werden Hunde an die jüngeren Besucher zum Spaziergang ausgeliehen.
Der Startschuss der Show fällt am heutigen Samstag um 8.30 Uhr mit dem Einmarsch aller Irish Wolfhounds, der von Horus-Falknern hoch zu Ross angeführt wird. Die Falkner laden an beiden Tagen auch zu Flugvorführungen ihrer Vögel, darunter Adler, ein.