Einen Tag nach der Ausschreibung der Position im Staatsanzeiger wird Thorsten Frei seine offizielle Bewerbung abgeben. Und gestern Vormittag schon avisierte er seine Ambitionen, bilanzierte er die vergangenen acht Jahre, entfaltete seine Zukunftsvisionen und erläuterte das Muster seines zehnwöchigen Wahlkampfes vor dem 23. September in einem Pressegespräch.
Ein konkretes Programm für das zweiten Werben des einst jüngsten Oberbürgermeisters im Land um die Gunst und Sympathie der Donaueschinger hat der von allen kommunalpolitischen Kräften der Stadt ausdrücklich unterstützte Amtsinhaber trotzdem. „Mein Programm heißt Thorsten Frei“, so entkommt ihm gestern ein Satz, dessen Pathos ihn offensichtlich fast selbst ein wenig überrascht. Also erklärt er und rechtfertigt: Anstelle eines Slogans, der nur Platitüde sein könnte, hoffe er, dass „die Donaueschinger ein Bild von mir im Kopf haben. Und ich hoffe, ein gutes.“ Auf das gemeinsam Erreichte wolle er hinweisen. Aber auch darum gehe es ihm, die ausgesprochen gute Entwicklung der Stadt in die Zukunft fortzuführen.
Der Wahlprojekt leistet die Rückschau und Zukunftsvision. Das Donauhallen-Projekt, ambitionierte Stadtentwicklung durch Sanierungszonen, das Flankieren einer gedeihlichen lokalen Wirtschaft, die Sicherung des Reitturniers, das Bemühen um die Garnison, große Fortschritte in der Kinderbetreuung, Sozial- und Familienpolitik, der Ausbau des Kultur- und Freizeitangebotes – all das zum Beispiel kann Frei in seiner Leistungsbilanz listen. Und hat unter dem finanzpolitischen Summenstrich für seine erste Amtzeit eine Investitionssumme von über zehn Millionen Euro stehen, eine markante Erhöhung der Rücklagen und eine Null-Verschuldung im Kernhaushalt.
Das – die Fortführung der grundsoliden Finanzwirtschaft, die innovative Schulentwicklung, die Bewältigung von Herausforderung durch den demografischen Wandel, pauschal die Stärkung des Standorts und die entschlossene Entwicklung des Stadtzentrums als Erlebnisraum – diese Ziele beschildert Frei in seiner Agenda für die Zukunft. Als großes Credo schreibt er den Begriff der Generationengerechtigkeit darüber. Ebenso wie den Wegbegleitern seiner Ära fühle er sich den Kindern und Enkeln der Stadt verantwortlich.
