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Donaueschingen Der OB ist jetzt auch OB-Kandidat

14.07.2012
Donaueschingen -  Dass er nach acht Jahren erneut kandidieren werde für den Chefsessel im Rathaus, das hat Oberbürgermeister Thorsten Frei immer wieder unermüdlich bekräftigt an die Adresse der Zweifler, die ihn talentiert für weitaus bedeutendere Aufgaben wähnten. Am heutigen Samstag wird der 38-jährige Jurist und leidenschaftliche Kommunalpolitiker dieses Versprechen mit Fakten einlösen.

Donaueschingen ist ihnen zur geschätzten Heimat geworden: Thorsten und Katharina Frei mit Sebastin und Louisa. Jetzt bewirbt sich der Oberbürgermeister für weitere acht Jahre auf dem Rathaus-Chefsessel.  Bild: Privat

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Einen Tag nach der Ausschreibung der Position im Staatsanzeiger wird Thorsten Frei seine offizielle Bewerbung abgeben. Und gestern Vormittag schon avisierte er seine Ambitionen, bilanzierte er die vergangenen acht Jahre, entfaltete seine Zukunftsvisionen und erläuterte das Muster seines zehnwöchigen Wahlkampfes vor dem 23. September in einem Pressegespräch.

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Am Rande aller Leistungsnachweise und sachlichen Argumente, die der gebürtige Bad Säckinger gestern und in den kommenden Sommerwochen vortragen kann als erneute Bewerbung um die Wiederwahl, will Thorsten Frei auch mit der Stilfrage seines Werbens um erneutes Vertrauen überzeugen. Nicht bequem will er in die Verlängerung gehen, will seine Leistungsbilanz der ersten Amtzeit als Bonus wirken lassen. Man werde „ja schließlich nicht dafür gewählt, was man gemacht hat, sondern dafür, dass man die Menschen überzeugen kann, die Gestaltungskraft auch für weitere acht Jahre zu besitzen,“ so stellt er fest. Auch ist Frei, der vor Jahren als Fachbuch-Autor das Rezept für einen erfolgreichen Wahlkampf verriet, auf angenehm unprätentiöse Weise bemüht, einen klinisch sauberen Wahlkampf zu führen. Häutet sich auf bei seinem Werben um die Wähler konsequent aus den Rollen des Oberbürgermeisters und auch CDU-Mitgliedes. Keinen seiner Termine als Oberbürgermeister werde er zu Wahlkampfzwecken nutzen, sogar den Link von der Stadt-Website auf seine private Homepage hat er entfernen lassen, weil dieses private Internetportal (www.thorsten-frei.de) jetzt auf Wahlkampf getrimmt ist. Zusätzlich also zum enormen beruflichen Pensum und dem Programm der Heimattage legte Frei gestern seinen Wahlkampf-Kalender vor. Zwölf Wahlveranstaltungen in der ganzen Stadt vom 29. August bis 20. September hat er vor, vier Bürger-Begegnungen auf dem Wochenmarkt, zu zwei „politischen Radtouren“ lädt er Bürger am 18. August und 25. August ein. Und gemeinsam mit einigen Freunden wird er nach Feierabend im ruhigeren August einen Wahlprospekt in die Briefkästen aller Haushalte füttern. In der Broschüre, deren Konzept und weitgehend auch Gestalt er selbst entwickelt hat, liegt eine Antwortkarte, über die Bürger seinen persönlichen Anruf odern können, um Bürgers „Anregungen und Ideen für Donaueschingen“ zu erfahren.

Ein konkretes Programm für das zweiten Werben des einst jüngsten Oberbürgermeisters im Land um die Gunst und Sympathie der Donaueschinger hat der von allen kommunalpolitischen Kräften der Stadt ausdrücklich unterstützte Amtsinhaber trotzdem. „Mein Programm heißt Thorsten Frei“, so entkommt ihm gestern ein Satz, dessen Pathos ihn offensichtlich fast selbst ein wenig überrascht. Also erklärt er und rechtfertigt: Anstelle eines Slogans, der nur Platitüde sein könnte, hoffe er, dass „die Donaueschinger ein Bild von mir im Kopf haben. Und ich hoffe, ein gutes.“ Auf das gemeinsam Erreichte wolle er hinweisen. Aber auch darum gehe es ihm, die ausgesprochen gute Entwicklung der Stadt in die Zukunft fortzuführen.

Der Wahlprojekt leistet die Rückschau und Zukunftsvision. Das Donauhallen-Projekt, ambitionierte Stadtentwicklung durch Sanierungszonen, das Flankieren einer gedeihlichen lokalen Wirtschaft, die Sicherung des Reitturniers, das Bemühen um die Garnison, große Fortschritte in der Kinderbetreuung, Sozial- und Familienpolitik, der Ausbau des Kultur- und Freizeitangebotes – all das zum Beispiel kann Frei in seiner Leistungsbilanz listen. Und hat unter dem finanzpolitischen Summenstrich für seine erste Amtzeit eine Investitionssumme von über zehn Millionen Euro stehen, eine markante Erhöhung der Rücklagen und eine Null-Verschuldung im Kernhaushalt.

Das – die Fortführung der grundsoliden Finanzwirtschaft, die innovative Schulentwicklung, die Bewältigung von Herausforderung durch den demografischen Wandel, pauschal die Stärkung des Standorts und die entschlossene Entwicklung des Stadtzentrums als Erlebnisraum – diese Ziele beschildert Frei in seiner Agenda für die Zukunft. Als großes Credo schreibt er den Begriff der Generationengerechtigkeit darüber. Ebenso wie den Wegbegleitern seiner Ära fühle er sich den Kindern und Enkeln der Stadt verantwortlich.

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