Auch seine beiden Autos haben inzwischen Kultstatus erreicht.
Im Alter von 18 Jahren hatte der geborene Schwenninger das erste Motorrad gekauft, danach folgten weitere. Da viele Erinnerungen daran hingen, konnte er sich beim Neukauf nicht von den alten Maschinen trennen, ganz selten wurde eine verkauft. Seine Vorliebe gilt italienischen Modellen der Marken Laverda, Moto Morini oder Ducati. Sie seien sehr zuverlässig, man kann selbst Hand anlegen. Bald schon machte sich der gelernte Kaufmann mit der Technik vertraut und entwickelte dabei echtes Talent. Alles, was er zerlegte, setzte er auch wieder original zusammen, defekte Teile wurden ersetzt. Zurzeit ist ein Exemplar wieder einmal vollständig zerlegt und wird in vielen Stunden wieder neu aufgebaut. Ein guter Ausgleich zum Beruf, betont Strangfeld, der in der Personalabteilung der Stuttgarter Straßenbahn tätig ist.
Als die Familie Strangfeld im Jahr 1988 nach einem günstigen Auto Ausschau hielt, fiel die Wahl auf einen der letzten neuen Citroen 2 CV. Diese „Ente“ begleitete die beiden fortan im Alltag und im Urlaub in verschiedene europäische Länder. Von diesem Auto war Hobby-Bastler Strangfeld sofort fasziniert. „Es ist alles mechanisch, man sieht, wie es funktioniert, es macht richtig Spaß“, schwärmt er. Obwohl das Auto sehr zuverlässig war, trennten sich die Wege nach 13 Jahren, der Rahmen war durchgerostet. Da alles andere noch brauchbar war, wurde das Fahrzeug zerlegt, der Rahmen wanderte in den Abfallcontainer. Das gleiche Schicksal ereilte eine zweite Ente, die die Familie Ende der neunziger Jahre gebraucht gekauft hatte.
So ausgestattet mit Ersatzteilen, wurden die beiden Fahrzeuge 2001 durch einen 2 CV mit Hohlraumversiegelung ersetzt, der dann nur noch im Sommer gefahren wurde. Als am Heiligabend 2004 eine Dolly-Ente mit verzinktem Rahmen im Internet günstig angeboten wurde, konnte Martin Strangfeld nicht widerstehen. Am Abend war er immer noch höchstbietend, die Ente gehörte ihm. Ehefrau Gudrun staunte nicht schlecht ob dieser Weihnachtsüberraschung.
Eine neue Herausforderung war die Unterbringung der Fahrzeuge. Inzwischen hatte man ein ehemaliges Ferienhaus in Unterbränd gekauft, pendelte zwischen Stuttgart und dem Schwarzwald, hierfür musste ein anderes Auto angeschafft werden. Die diversen Fahrzeuge wurden bei Eltern und Bekannten untergestellt. Im Jahr 2007 konnte dann nach zähen Verhandlungen mit der Stadt auf einem nahe liegenden ehemaligen Waldgrundstück ein Gebäude mit fünf Garagen erstellt werden, das nun Werkzeug, Ersatzteile und Fahrzeuge beherbergt.
