DonaueschingenDas Ämterhaus war Erlebnismeile [0]
Ämter zum Anfassen, Erleben, Mitmachen. Diese nicht alltägliche Gelegenheit nahmen gestern etwa 4000 Bürger aus dem Raum Donaueschingen wahr. Sie kamen zum "Erlebnistag Amtsstube", mit dem das Landratsamt die endgültige Fertigstellung des neuen Ämterzentrums an der Humboldtstraße feierte. Viel Programm war geboten.
Offene Türen im neuen Ämterzentrum an der Humboldtstraße: Während sich die Besucher im "Freiluft-Restaurant" der Landratsamts-Außenstelle stärkten, waren bei der Gemeindegrenzsteinsetzung die Kräfte von Siegfried Kauder, Gottfried Vetter, Landrat Karl Heim, Karl Rombach und OB Thorsten Frei (v.l.) gefordert. Bilder: Lübeck
Donaueschingen - Bei strahlendem Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen erweis sich die "zweite Herzkammer des Landratsamtes", so Landrat Karl Heim, als Magnet für Schaulustige aus Nah und Fern. Besonders junge Familien nutzten das Angebot, einmal hinter die Kulissen der im "Dreifarbenhaus" residierenden Ämter zu werfen. Untergebracht sind hier Forst-, Jugend-, Landwirtschaftsamt, das Amt für Vermessung- und Flurneuordnung, Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung und der Zweckverband Ringzug. Die hier beschäftigten 154 Mitarbeiter waren laut Heim seit Monaten mit der Vorbereitung des Aktionstages beschäftigt, und zwar mit Erfolg, wie beim Rundgang durch die Büroflure und Außenanlagen registriert werden konnte. Die Lacher hatte OB Thorsten Frei bei der Übergabe seines Gastgeschenks auf seiner Seite. Ihm war ein verwaister Fahnenmast aufgefallen, und deshalb hatte er das blau-weiße Stadtbanner mit im Gepäck, das nach dieser Intervention schon bald neben dem Tuch des Kreises im lauen Lüftchen wehte. Bevor die neugierigen Besucher die zahlreichen Anlaufstellen für die leibliche Stärkung stürmten, enthüllten Heim und seine Ehrengäste - darunter die Abgeordneten Siegfried Kauder und Karl Rombach - den Beitrag zum Thema "Kunst am Bau". Den hatte Forstamtsmitarbeiter Zeljko Rusic in Form einer Eiche beigesteuert, deren Stamm geschnitzte Fenster ziert, die die hier ansässigen Ämter symbolisieren. Die Spitze der Skulptur krönt eine Figurengruppe, die Landwirtschaftsdezernet Reinhold Mayer launig mit den Worten interpretierte: "Das sind die Bürger, die uns auf dem Kopf herumtanzen. " Ohne verbalen Kommentar, dafür aber mit viel Beifall, erfolgte die Setzung eines historischen Gemeindegrenzsteins aus dem Jahre 1764 vor dem Eingangsbereich. Kinderparadies Es waren vor allem die Steuerzahler von morgen, die ihre helle Freude an dem gebotenen Programm hatten. Die Kinder durften unter Anleitung Vogelhäuser zimmern, einen Fahrradparcours absolvieren, sich in die "Geheimnisse" der nagelneuen Kontaminierungsschleuse des Gefahrenzuges einweihen lassen, den Kochlöffel schwingen, oder mit dem Betäubungsblasrohr des Kreistierarztes zielen - allerdings nicht auf die zwei erst zehn Tage alten Kälbchen, die in ihrem Iglu friedlich dösten. Ohne Reaktionen ließ der Rindernachwuchs auch die Klänge der "Just Friends Jazz Combo" unter der Leitung von Kreisjungendamtchef Manfred Nietsch wie auch die Trommelklänge der Conga-Gruppe der Wessenberg-Schule (Mariahof) über sich ergehen.
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