Donaueschingen – 37 Jahre hatte Pfarrer Hanno Selzer die Gemeinde St. Marien mit der Filialkirche St. Vitus in Aufen geleitet, bevor er 2002 sich nicht einfach in den Ruhestand verabschiedete, sondern weiterhin innerhalb der Seelsorgeeinheit Junge Donau die Gemeinden in Aasen und Heidenhofen seelsorgerlich betreute. Am Sonntag, 20. Juni, ist Hanno Selzer im Alter von 77 Jahren gestorben, bei der Vorbereitung des Gottesdienstes in der Sakristei der Heidenhofener Kirche. Eine große Trauergemeinde von Familienangehörigen, Freunden, Mitbrüdern, Vertretern des öffentlichen Lebens, Gemeindemitgliedern, in ökumenischer Verbundenheit auch der evangelischen Gemeinde, legte Zeugnis davon ab, welche Achtung, welches Ansehen und welche Liebe der verstorbene Pfarrer von St. Marien genoss. Es war ein bewegender Trauergottesdienst im vollbesetzten Gotteshaus, den Dekan Joseph Fischer leitete unter der Konzelebration vieler Mitbrüder.
Pfarrer Udo Körner, ein persönlicher Freund des Verstorbenen, zeichnete in seiner sehr persönlich gehaltenen Predigt das Bild eines außergewöhnlichen Priesters, dem es immer darum ging, das zu tun, was Gott ihm als Priester zu tun aufgegeben hat, der ein Priester war, der mit ganzer Kraft seinen Glauben lebte. Sein Amtsbruder Pfarrer Don Marko aus Pfohren brachte dies auf den Punkt: Hanno Selzer war ein überzeugter Priester des Konzils, der ein Leben unter dem Geheimnis des Kreuzes geführt habe.
Sichtlich bewegt dankte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Maria Schmitt, dem verstorbenen Pfarrer für seine großen Verdienste um eine lebendige Gemeinde, indem er gerade viele Ehrenamtliche ermunterte, die Gemeinde aktiv mit zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. OB Thorsten Frei würdigte für die Stadtgemeinde die große Persönlichkeit Hanno Selzers. Seinem Wunsch gemäß fand Hanno Selzer im Anschluss an das Requiem auf dem Kirchhof von Aufen seine letzte Ruhestätte.
