Donaueschingen Auch die Stimme der 16-Jährigen zählt

Zum ersten Mal dürfen die 16- und 17-jährigen Donaueschinger bei der OB-Wahl ihre Stimme abgeben

Erstwähler gibt es bei jeder Wahl. Doch dieses Mal ist es anders: Zum ersten Mal dürfen die 16- und 17-Jährigen ihre Stimme abgeben. Die Änderung des Kommunalrechts durch die grün-rote Landesregierung am 6. November 2012 macht dies möglich. Denn damit wurde das Alter der Wahlberechtigten auf 16 Jahre gesenkt.


Von den insgesamt rund 17 200 Wahlberechtigten in Donaueschingen und den Ortsteilen sind derzeit rund 500 unter 18 Jahre. Wir waren auf dem Pausenhof des Fürstenberg-Gymasiums unterwegs und haben die 16-Jährigen gefragt, ob und wie sie sich mit der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl und den drei Kandidaten befasst haben.

Der 18-jährige Samuel Hedderich hat durch eine Podiumsdiskussion, die gestern Morgen am Fürstenberg-Gymnasium mit den OB-Kandidaten Björn Klotzbücher, Erik Pauly und Roland Wössner stattgefunden hat, einen guten Einblick in die Materie und die verschiedenen Ansichten der Kandidaten erhalten. Durch die Diskussionsrunde und die Kandidatenvorstellung hat sich für den Schüler ein Kandidat als klarer Favorit herauskristallisiert, dem er auch am Sonntag seine Stimme geben wird.

Die 16-jährige Julia Neumann hingegen konnte sich bislang kein Bild von den Kandidaten machen. Das will sie jedoch noch nachholen, denn sie will am 12. Januar ihr Wahlrecht nutzen und erstmals ihre Stimme abgeben.

Auch Lars Fischer wird sich als junger Wähler an der OB-Wahl beteiligen. Der Schüler besuchte bislang keine der Wahlveranstaltungen und kann sich daher für keinen der Kandidaten stark machen. Dennoch wird er sich im Vorfeld genau über die Kandidaten informieren, um die richtige Entscheidung für die Bürger und Donaueschingen als Stadt zu treffen.

Für die 16-jährige Schülerin Kathrin Brodowski ist es selbstverständlich ihr Wahlrecht zu nutzen und sich aktiv an der OB-Wahl zu beteiligen. Jedoch besuchte auch die 16-Jährige bislang keine Wahlveranstaltung. Vor der Wahl wird sich die Schülerin im Internet über die Kandidaten und ihr Wahlprogramm informieren und ihre Wahl für den möglichen OB mit Hilfe von Videos, die der SÜDKURIER gedreht hat, und Berichten über die Kandidaten treffen.

Egal ob Erstwähler oder doch schon erfahrener Urnengänger: Briefwahl ist für alle möglich. Bislang hält sich der Ansturm aber noch zurück. Im Gegensatz zu der überdurchschnittlich hohen Zahl an Briefwählern bei der Bundestagswahl im September des vergangenen Jahres ist die momentane Anzahl der Briefwähler laut dem Sachgebietsleiter der Hauptverwaltung, Arno Ruf, nicht überdurchschnittlich hoch. Beantragen kann man die Briefwahlunterlagen noch bis Freitag, 10. Januar, um 18 Uhr beim Bürgerservice. Wer seine Stimme dann mit der Post verschicken möchte, sollte den Brief spätestens morgen zur Post bringen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bis zum Wahltag um 18 Uhr den Wahlbrief in den Briefkasten am Haupteingang des blauen Rathauses einzuwerfen.

In Ausnahmefällen, wie plötzlicher Erkrankung, kann die Briefwahl auch noch am Sonntag bis 15 Uhr beantragt werden. Bereits beantragte, aber nicht rechtzeitig zugegangene Briefwahlunterlagen können noch bis Samstag in der Zeit von 10.30 Uhr bis 12 Uhr nachgefordert werden.

Die Donaueschinger OB-Wahl Kandidaten im Video-Porträt








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