Dauchingen Kriminalität in Dauchingen bleibt konstant, doch Verkehrsunfälle mehren sich

Statistiken zeigen einen leichten Zuwachs von Straftaten in der Gemeinde. Verkehrsunfälle sind fast auf das Doppelte gestiegen.

Was die Kriminalität angeht gehört Dauchingen nach wie vor zu den sicheren Gemeinden. Dies wurde bei der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr deutlich, die Polizeihauptkommissar Jürgen Laufer vom Polizeirevier Schwenningen im Gemeinderat vorstellte. Obwohl die Zahl der Fälle insgesamt leicht anstieg, bleibt die Kriminalität in Dauchingen im direkten Vergleich gering. Einen deutlichen Anstieg gab es hingegen bei der Zahl der Verkehrsunfälle.

Insgesamt sei es in der Gemeinde im Jahr 2016 zu 58 Straftaten gekommen, berichtete der Polizeibeamte. "Das sind vier mehr als im Jahr davor." Das entspreche einem Anstieg von 7,4 Prozent. Den deutlichsten Anstieg konnte im Bereich Rohheitsdelikte, also beispielsweise Körperverletzungen und Raub, verzeichnet werden. Nachdem 2015 kein einziger solcher Fall gemeldet worden sei, seien es 2016 acht Fälle gewesen. Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich darüber überrascht und fragten nach, in welchem Zusammenhang diese Fälle stehen, da man in der Öffentlichkeit davon wenig mitbekomme. Solche Delikte kommen zum einen auf Festen vor, antwortete der Polizist. Aber zum anderen auch in der häuslichen Umgebung.

Ebenfalls gestiegen sei die Zahl der schweren Diebstähle. 2016 seien zehn Fälle gemeldet worden, einer mehr als im Vorjahr, berichtete der Polizist. Darunter seien drei Wohnungseinbrüche gewesen, zwei mehr als im Vorjahr. Trotz diesem Anstieg beruhigte Jürgen Laufer: "Es hält sich im Rahmen." Die Zahlen seien nicht besorgniserregend. Gesunken sei hingegen die Zahl der einfachen Diebstähle, von sieben auf zwei Delikte, sowie die Zahl der Vermögensdelikte, von 21 auf 13 Fälle. Der durch Straftaten entstandene finanzielle Schaden habe sich im Jahr 2016 auf rund 38 500 Euro belaufen.

Von den 58 Straftaten habe man 36 Fälle aufklären können, sagte Jürgen Laufer. Dies entspreche einer Aufklärungsquote von rund 62 Prozent. Dauchingen bewege sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie der Schwarzwald-Baar-Kreis. Hier seien von 9037 gemeldeten Straftaten ebenfalls 62 Prozent aufgeklärt worden.

Weniger glücklich zeigte sich der Polizeibeamte hinsichtlich der Verkehrsunfallstatistik. "Das war im letzten Jahr nicht ganz so günstig", sagte er. Insgesamt sei es auf der Gemarkung Dauchingen zu 58 Unfällen und somit 27 mehr als im Vorjahr gekommen. Darunter seien zehn Unfälle mit Personenschaden, vier mehr als 2015, und 23 Unfälle mit Sachschaden, 18 mehr, gewesen. Bei den restlichen 25 Unfällen habe es sich um Kleinstunfälle ohne nennenswerten Schaden gehandelt. Unfallschwerpunkte seien die Villinger Straße und die Schwenninger Straße gewesen.

Häufigkeitszahl

Die Häufigkeitszahl ist ein Gradmaß für die Zahl der Straftaten, um Vergleichszahlen von gemeldeten Vorkommnissen in Bezug auf die Bevölkerung zu erhalten. Dabei wird die Zahl der Straftaten mit 100 000 multipliziert und das Ergebnis anschließend durch die Einwohnerzahl des entsprechenden Gebiets geteilt. Diese Zahlen können dann verglichen werden. Im Jahr 2016 kam Dauchingen bei 3649 Einwohnern damit auf eine Häufigkeitszahl von 1589 (2015: 1485). Im Vergleich dazu lag die Häufigkeitszahl in Mönchweiler mit 2960 Einwohnern im Jahr 2016 bei 1926 (2015: 2133) und in Schonach mit 2893 Einwohnern bei 2893 (2015: 2102). Für den gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis betrug die Häufigkeitszahl für das Jahr 2016 4311 (2015: 4263). (tol)

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